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Northeim wird saniert

Stadtrat beschließt städtisches Erneuerungsprogramm Northeim wird saniert

Der Rat der Stadt Northeim hat ein umfassendeses Programm zur Entwicklung der Innenstadt auf den Weg gebracht. Die „städtebauliche Erneuerungsmaßnahme Northeim-Innenstadt“ soll in das Städtebauförderungsprogramm 2017 von Land und Bund aufgenommen werden.

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Quelle: CRO (Symbolbild)

Northeim. Die Entscheidung des Rates ist millionenschwer: Mehr als 32 Millionen Euro kosten die geplanten Maßnahmen im mittelalterlich geprägten Stadtkern einschließlich Vorbereitung. Davon muss die Stadt Northeim allerdings nur knapp 5,54 Millionen Euro selbst tragen, der Rest ist Fördergeld.

3,5 Millionen, gut ein Zehntel der Gesamtsumme, sollen in die Bereiche Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk fließen. Der Löwenanteil mit knapp 16,2 Millionen Euro werden in den Bereich Wohnen fließen. Knapp 3,9 Millionen Euro gibt es für die Wiederherstellung des Stadtbildes und die Umgestaltung des öffentlichen Raumes. Der Rest soll neben Vorbereitung und Planung der Infrastruktur, öffentlichen Dienstleistungen, Mobilität und Verkehr zugute kommen.

Anlass für den Einstieg in die Städtebauförderung: „Northeim und vergleichbare Städte müssen sich mit der zunehmenden Dynamik der Einzelhandelsentwicklung, mit den sich ändernden Anforderungen an das Wohnen und mit neuen Ansprüchen an das Stadterlebnis auseinandersetzen“, heißt es in der vorbereitenden Untersuchung der Stadtverwaltung. „So sind die meist kleinteiligen Strukturen der Altstädte nur bedingt für die großflächigen Bedarfe des Einzelhandels geeignet“.

Auf die Verlagerung in Außenbezirke „folgen niedrigschwellige Verkaufsangebote und Leerstand. Der damit verbundene Verlust an Rentabilität führt zu Modernisierungsstau; die Nachfrage lässt nach; es droht die Verödung von Quartieren und Straßenzügen. Das hat Auswirkungen auf die Wohnqualität und das Wohnumfeld; mittelfristig verliert das Wohnungsangebot an Qualität.“ Das sei „ein nur schwer zu durchbrechender Kreislauf“, dessen Folgen „von den Städten nicht mehr allein bewältigt werden kann“.

Die Entscheidung des Northeimer Stadtrates für das Programm fiel in fast letzter Minute: Am Mittwoch dieser Woche musste der entsprechende Förderantrag bei der Landesbehörde in Braunschweig spätestens eingereicht sein, am Montagabend fiel die Entscheidung im Stadtrat. Ohne Ausnahme stimmten die Ratsmitglieder aller Fraktionen für das Programm.

Förderung seit 1971

Das Städtebauförderungsprogramm ist ein Programm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und wurde 1971 ins Leben gerufen. „Die Programme der Städtebauförderung“, erklärt das Ministerium, „greifen die Herausforderungen auf, die sich an eine sozial, wirtschaftlich, demografisch und ökologisch nachhaltige Stadtentwicklung ergeben.“

Ein wichtiger Teilbereich dabei ist dabei die Förderung kleinerer Städte und Gemeinden. Dazu bietet das Ministerium eine Internet-Plattform zum Austausch über bisherige Projekte und Erfahrungen an. Zu finden ist es unter staedtebaufoerderung.info. hein

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