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Northeimer Ex-Landrat hat Dienstvergehen begangen

Kommunalpolitiker zieht Klage zurück Northeimer Ex-Landrat hat Dienstvergehen begangen

Jetzt ist es amtlich: Der frühere Landrat des Landkreises Northeim, Michael Wickmann, hat in seiner Amtszeit ein Dienstvergehen begangen.

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Wickmann

Quelle: Archiv GT

Northeim. Jetzt ist es amtlich: Der frühere Landrat des Landkreises Northeim, Michael Wickmann, hat in seiner Amtszeit ein Dienstvergehen begangen. Wie ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Göttingen am Dienstag auf Anfrage mitteilte, hat der 65-Jährige vor kurzem seine Klage gegen einen entsprechenden Bescheid des niedersächsischen Innenministeriums zurückgenommen. Damit sei der Bescheid, in dem das Dienstvergehen festgestellt wird, rechtskräftig. Der Gerichtssprecher machte keine Angaben dazu, welche Art von Dienstvergehen der ehemalige Landrat begangen hat.

Wickmann war von 2002 bis 2015 hauptamtlicher Landrat des Landkreises Northeim. Vor zwei Jahren wurde er aus gesundheitlichen Gründen auf eigenen Wunsch in den Ruhestand versetzt. Zu der Zeit lief bereits ein Disziplinarverfahren gegen ihn. Das Innenministerium hatte das Verfahren im Frühjahr 2015 eingeleitet. Medienberichten zufolge soll eine frühere Mitarbeiterin der Kreisverwaltung ihm vorgeworfen haben, sie belästigt zu haben.

Das Innenministerium entschied zum Abschluss der lang andauernden Ermittlungen, das Disziplinarverfahren einzustellen. Offenbar hielt die vorgesetzte Behörde den Fall nicht für so gravierend, dass eine disziplinarische Maßnahme wie beispielsweise die Kürzung des Ruhegehaltes verhängt werden müsste. Das Ministerium stellte aber fest, dass der Ex-Landrat ein Dienstvergehen begangen habe. Dies wollte Wickmann nicht auf sich sitzen lassen und zog vor das Verwaltungsgericht Göttingen. Nach Angaben eines Justizsprechers fand daraufhin Mitte Juni ein erster nicht öffentlicher Erörterungstermin statt. Anfang August habe der Landrat dann seine Klage zurückgezogen.

Von Heidi Niemann

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