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Viel Rotwild, viel Verbissschäden

Northeimer Kreisjägerschaft beobachtet Tierbestand Viel Rotwild, viel Verbissschäden

Zum Teil sehr starke Schäden an den Baumbeständen in Harz, Solling und Heide haben die Niedersächsischen Landesforsten bei Waldinventuren festgestellt. Zurückgeführt werden diese durch die stark angestiegene Rotwildpopulation, mit der Verbiss- und Schälschäden zunehmen.

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Rotwild sorgt für starke Schäden: Sie schälen die Rinde von Bäumen.

Quelle: Patrick Pleul

Landkreis Northeim. Wie die Landesforsten in einer aktuellen Mitteilung feststellt, hätten in den letzten Jahren die stark angestiegenen Rotwildpopulationen vor allem im Harz, Solling und der Heide starke Verbiss- und Schälschäden in den Wäldern verursacht. Verbiss führe in der Verjüngungsphase zu deutlichen Verlusten bei den selteneren Mischbaumarten, Schälschäden dagegen destabilisiere die Bäume und führe zu enormen Qualitätsverlusten beim Holz.

Bei Inventuren in Harz und Solling im vergangenen Jahr seien die Schälschäden erfasst worden. „Die Ergebnisse zeigten zum Teil sehr starke Schäden und machten die Folgen der überhöhten Rotwildbestände sichtbar“, heißt es weiter. Daher hätten die Landesforsten ihre Jagdstrategie neu ausgerichtet, „um die ökologischen und ökonomischen Waldschäden deutlich zu reduzieren“. Aktuell fänden in Harz und Solling eine erste Wiederholungsinventur statt, welche die im vergangenen Jahr entstandenen Schälschäden erfasse. In diesem Jahr gebe es auch erstmals eine Erfassung auch im Weserbergland und dem Kaufunger Wald, wovon sich die Landesforsten Hinweise auf weitere Schwerpunkte erhoffe.

„Einen solchen Hotspot wie im Harz haben wir im Solling nicht“, ist sich Dietmar Grüning, Kreisjägermeister im Landkreis Northeim sicher. Wohl aber registriere auch die Jägerschaft Northeim im Solling einen Anstieg der Rotwildpopulation. Unter anderem aufgrund der Bestandsschätzungen sei der Abschussplan „moderat erhöht“ worden. Gewisse Schäden sind bei Wild vorhanden und müssten toleriert werden, so Grüning. Das Problem sei vor allem, die richtige Balance zu finden. Im Solling sei man auf einem guten Weg.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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