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Oben-ohne-Bedienung und Teenie-Disco

Andreas Lindemeier und Holger Roggemann gestalten Hardegser Heymatabend Oben-ohne-Bedienung und Teenie-Disco

„Als der Beat nach Hardegsen kam“ - so lautet das Motto beim ersten Hardegser Heymatabend am Sonnabend, 3. September, im Muthaussaal. Andreas Lindemeier und Holger Roggemann waren in den 60er-Jahren als DJs aktiv. Jetzt gestalten sie einen Geschichtsunterricht der besonderen Art.

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Holger Roggemann ist Gitarrist bei der Band The Fulltones. Beim Hardegser Heymatabend spielen sie Musik aus den 60er-Jahren.

Quelle: r

Hardegsen. „Hardegsen war damals eine Musikhochburg“, sagt der Lindemeier mit Blick auf die 60er-Jahre. Seinerzeit habe es Kneipen gegeben, die „in der Region ziemlich bekannt waren“. Der „Fuchsbau“ zum Beispiel sei eine solche Lokalität, erinnert sich der heute 63-Jährige. Das Kellerlokal wurde 1963 unter der ehemaligen Post von Dieter Axthelm eröffnet. Lindemeier spricht von einer langen Theke, hohem Bierumsatz und der Musikbox, aus der „die beliebtesten Hits der Zeit“ kamen. 1968 wurde aus dem „Fuchsbau“ die „Postkutsche“, neu eröffnet vom Gastwirtsehepaar Rode. Hier fing der damals 16 Jahre alte Lindemeier als DJ an.

Weil es an den Wochenenden Oben-ohne-Bedienung gab, „durfte ich nur mit Genehmigung meiner Mutter auflegen“, berichtet er. Damals seien die Titel noch angesagt worden und bei „Hänger-Musik lag man sich in den Armen“. Ende der 60er-Jahre traten sogar die legendären Göttinger „Blue Moons“ in dem Kellerlokal auf. In Hardegsen gab es auch die Diskothek „Old Crow Club“ gegenüber vom Bahnhof. Der Club habe ab 1966 Scharen von jungen Leuten angezogen, sagt Lindemeier. Hier legte Holger Roggemann als DJ auf. Der heute 64-Jährige Roggemann: „Sonntags ab 14 Uhr gab‘s Teenie-Disco. Da reisten viele mit der Bahn an und standen lange vor Einlass schon vor der Tür Schlange“.

Lindemeier blieb seiner Heimatstadt Hardegsen treu. Der Lehrer lebt noch immer hier, während Roggemann Hardegsen in den 70er-Jahren verließ. Er lebt heute in Bielefeld und hat noch immer mit Musik zu tun. Er spielt in der Bielefelder Band Fulltones Gitarre und hat die Gruppe mit dem Sound der 60er in den Muthaussaal eingeladen.

Mit dem ersten Hardegser Heymatabend am 3. September ab 20 Uhr wollen Lindemeier und Roggemann die Zeit wieder aufleben lassen - mit einer Fotopräsentation, die „Hardegsen-Downtown um 1963“ zeige, und einer musikalischen Talkshow mit Menschen, die sich an die Musikkneipen von einst erinnern.

Karten für den Heymatabend

Der Hardegser Heymatabend wird von der Stadt Hardegsen und der Hardegser Sportverein veranstaltet. Karten für den Heymatabend am Sonnabend, 3. September, ab 20 Uhr im Muthaussaal mit der Live-Band The Fulltones, gibt es in der Hardegser Geschäftsstelle der Kreissparkasse Northeim. Das Tageblatt verlost für den 60er-Jahre-Abend fünf mal zwei Tickets. Wer diese gewinnen möchte, ruft am Donnerstag, 25. August, zwischen 10 und 20 Uhr unter Telefon 0137/9796448 (pro Anruf 0,50 Euro aus dem Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen) an und nennt deutlich Namen, Anschrift und Telefonnummer. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. be

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