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Polizei Northeim verzeichnet mehr Unfalltote

Zahl gestiegen Polizei Northeim verzeichnet mehr Unfalltote

Nach Jahren des Rückgangs ist die Zahl der Unfalltoten in den Landkreisen Northeim und Osterode wieder gestiegen. Als einen der Gründe vermutet die Polizei die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer.

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Quelle: dpa

Northeim/Osterode. Registrierte die Polizei Northeoim/Osterode im Jahr 2014 nur zwei Unfalltote, waren es im vergangenen Jahr zehn, berichtete Polizeidirektor Wolfgang Rusteberg am Donnerstag bei der Vorstellung der Unfallstatistik 2015. Nachdenklich macht die Ermittler, dass bei der Hälfte der tödlichen Unfälle die Ursache völlig unerklärlich sei.

Mobiltelefonen lenken ab

Dies sei eine neue Tendenz, sagt Peter Schliep, bei der Northeimer Polizei zuständig für den Bereich Verkehr. Es gebe ausreichend Indizien für die Vermutung, die Fahrer seien durch die Nutzung von Mobiltelefonen abgelenkt gewesen. Das Telefonieren am Steuer sei schon gefährlich genug, aber die sich immer weiter ausbreitende Gewohnheit, während der Fahrt Textnachrichten zu lesen oder gar zu schreiben und auch Nachrichten-Apps und soziale Netzwerke zu nutzen, berge ein noch wesentlich höheres Unfallrisiko.

Das Thema Mobiltelefonnutzung am Steuer werde die Northeimer Polizei im laufenden Jahr zu einem ihrer Schwerpunktthemen machen, erklärte Verkehrssicherheitsberater Dieter Armbrecht. Geplant seien nicht nur präventive, sondern auch repressive Maßnahmen: Mit verschärften Kontrollen sollen mehr Verstöße erfasst und mit 60 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet werden. Bei Unfällen sei es allerdings schwer nachzuweisen, ob das Mobiltelefon dabei eine Rolle gespielt habe.

Kein dramatischer Anstieg

Die im vergangenen Jahr registrierten zehn tödlichen Unfälle, sechs davon im Landkreis Northeim, seien nicht als dramatischer Anstieg zu werten, erklärt Polizeischef Rusteberg, Im Schnitt der vergangenen Jahre hätten die Zahlen fast immer deutlich über zehn gelegen. Nur im vergangenen Jahr seien es mit zwei Fällen außerordentlich wenig gewesen. Langfristig sei der Trend sinkend.

Das gilt auch für die Zahl aller registrierten Unfälle. Doch auch hier gab es 2015 einen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr: von 4444 auf 4834 oder um acht Prozent. Der Anstieg geht allein auf das konto des Landkreises Northeim. Ein knappes Viertel davon sind Wildunfälle.

Zurückgegangen sei die Zahl der schweren Unfälle durch Kollisionen mit Straßenbäumen, erläutert Schliep. Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass gefährliche Straßenbäume vermehrt gefällt und Schutzplanken aufgestellt worden seien. Ein weiterer Grund: Auf von Bäumen gesäumten Straßen mit einer Breite von weniger als fünf Metern gilt mittlerweile ein Höchsttempo von 80 Stundenkilometern.

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