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Die gute Nase zählt

Pilzwanderung mit Expertin bei Hardegsen Die gute Nase zählt

Große, kleine, weiße oder braune – unzählige Pilzarten wachsen in den Wäldern in und rund um Göttingen. Die gilt es als Pilzliebhaber zu unterscheiden, damit nichts Giftiges in der Pfanne landet. Dabei hilft die geprüfte Pilzexpertin Gudrun Fricke-Bode. Sie bietet Wanderungen durch Wälder in der Region an.

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Der Parasol: Ein häufig zu findender Speisepilz im Hardegser Wald.

Quelle: HSC

Hardegsen. So auch durch den Hardegser Wald am Wochenende, der in herbstlichen Farben erstrahlt. „Der Juli und der August waren sehr trocken, das ist nicht gut für Pilze“, sagt Fricke-Bode. Nun aber sei einiges an Pilzen da. Sie lässt die Teilnehmer im Wald erstmal alles an Pilzen sammeln, was diese finden – egal ob essbar oder giftig, was für viele auf den ersten Blick nicht eindeutig bestimmbar ist.

Recht gut kennt sich die 70-jährige Friederike Brüning aus, die häufiger mit ihrem Mann Pilze sammelt. Bei der Suche findet sie einen Kahlen Krempling, einen etwas größeren, braunen Pilz. „Der kann nach mehrfachem Verzehr tödlich sein“, sagt Fricke-Bode. Die Erkenntnis sei aber recht neu. So erzählt Brüning, dass sie früher – als der Pilz für einen Speisepilz gehalten wurde –verschiedene Pilze dieser Sorte gegessen habe.

Nachdem alle Teilnehmer Pilze gefunden haben, präsentieren sie diese – und Fricke-Bode hilft bei der Bestimmung. Ein häufig gefundener Pilz ist der Parasol, ein eher heller Pilz mit schuppigem Hut. „Die schmecken gut, ein bisschen nussig“, findet Brüning. Fricke-Bode gibt gleich einen Verzehrtipp: „Man sollte den Pilzhut möglichst panieren, weil er sehr fettig ist.“

Bei der Bestimmung des Knoblauchschwindlings sei die Nase zur Bestimmung wichtig. Seinem Namen nach riecht er nach Knoblauch. Genauso lasse sich der tödliche Rosa Rettich-Helmling über den Rettichgeruch erkennen. Beim giftigen Grünblättrigen Schwefelkopf fragt die Expertin: „Wer will ein kleines Stück probieren?“, und ergänzt: „aber wieder ausspucken“. Der Pilz könne beim Verzehr größerer Mengen Magen-Darm-Erkrankungen hervorrufen.

 Saskia Schröter meldet sich freiwillig – und kaut eine Weile auf dem Stück herum, bis sie es als bitter befindet und wieder ausspuckt.

„Das ist leider bei den wenigstens Giftpilzen so, dass sie schlecht schmecken“, erklärt Fricke-Bode. Auch Giftpilze haben oft einen guten Geschmack. „Im Göttinger Raum habe ich bisher keine Pilze gefunden, die ich kenne“, erzählt Schröter – weshalb sie nur selten suchen gehe. Das kann sich jetzt ändern –einige Speisepilze mehr hat sie nach der Wanderung auf jeden Fall auf dem Zettel.

Weitere Pilzwanderungen sind unter anderem am Sonntag, 23. Oktober, Treffpunkt in der Dorfmitte in Ludolshausen, sowie Sonnabend, 22. Oktober, im Bramwald mit Treffpunkt um 9 Uhr an der Kirche Bühren. Von Mittwoch bis Sonnabend, 2. bis 5. November, gibt es außerdem einen Abendkurs zur Einführung in die Pilzkunde. Infos im Internet unter  www.pilztreff.de oder unter Telefon 0160/8154361.

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Von Redakteur Hannah Scheiwe

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