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Schusswaffen für alle Fälle

Im Darknet bestellt Schusswaffen für alle Fälle

Bei einem 81-jährigen Rentner aus dem Landkreis Northeim haben Mitarbeiter des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main illegale Waffen und Munition gefunden. Als die Beamten den Mann aufsuchten, hielt der 81-Jährige mehrere Waffen" schussbereit in seinem Zugriffsbereich" vor, teilt das Zollfahndungsamt mit.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Northeim. Dadurch habe sich bei der Razzia "eine besondere Gefährdungssituation" ergeben, erklärte die Behörde. Gefunden wurden sieben Schusswaffen und 120 Schuss Munition, die offenbar aus Bestellungen im Darknet, einem anonymen Teil des Internets, stammen. Auf die Frage nach dem Verwendungszweck des Waffenarsenals habe der Rentner angegeben, er wolle "auf alle Eventualitäten vorbereitet sein".

Die Sicherstellungen erfolgten bereits Ende Mai und im Juni 2017 bei den Durchsuchungen der Wohnungen der drei Männer. Die Razzia war Teil eines Schlages gegen den organisierten Handel und Schmuggel von illegalen Schusswaffen. Außer den 81-Jährigen traf es einen 54-Jährigen (zehn Schusswaffen, 1562 Schuss Munition, 2711 pyrotechnische Gegenstände) aus Dortmund und einen 46-Jährigen aus Rheinland-Pfalz (630 Schuss Munition, zwei Messer, acht Schlagringe). Die drei Beschuldigten sollen im Darknet Waffen und Munition im Wert von insgesamt etwa 25 000 Euro bestellt haben. Die Strafverfahren gegen die drei Männer wurden im Frühjahr 2017 eingeleitet. Die Ermittlungen der sechsköpfigen Ermittlungskommission des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main liefen seit Frühjahr dieses Jahres unter der Leitung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und der Staatsanwaltschaft Köln.

Der Sprecher des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main, Hans-Jürgen Schmidt, erklärte, er habe bislang noch keinen Fall erlebt, bei dem ein 81-Jähriger im Darknet Waffen bestellt habe: „Das ist außergewöhnlich.“ Normalerweise seien dort eher jüngere Menschen unterwegs.

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