Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Ungeklärter Fall bei Aktenzeichen XY

Totes Baby Ungeklärter Fall bei Aktenzeichen XY

Im Frühjahr 2004 wurde an der Bundesstraße 241 den Leichnam eines neugeborenen Kindes gefunden. Am 9. August stellt das ZDF den bis heute ungeklärten Fall in der Sendung Aktenzeichen XY vor.

Voriger Artikel
Junge Union wählt neuens Vorstandsteam
Nächster Artikel
Sommerfest in Nörten-Hardenberg

Wäschestück mit Monogramm

Uslar. Es war am 11. März 2004, als Mitarbeiter des Bauhofs Uslar bei Pflegearbeiten im Bereich der Auschnippe an der Böschung das leblose Kleinkind fanden. Das Mädchen war eingewickelt in ein Handtuch, es war damit in einen Stoffbeutel und eine Lidl-Plastiktüte eingepackt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben damals, dass der Leichnam bereits seit etwa vier Wochen an der Stelle gelegen haben dürfte.

Ein Zeuge hatte sich später bei der Polizei gemeldet und erklärt, dass er die Plastiktüte gefunden und sie an die Böschung gelegt habe, damit niemand darüber stolpert. Um den Inhalt habe er sich damals nicht gekümmert und das Baby daher nicht entdeckt. Da anschließend Schneefall eingesetzt hatte, blieb die Tüte mehrere Wochen vor den Blicken von Passanten verborgen.

Die Leiche war in ein Handtuch gewickelt. Das Wäschestück, das vermutlich aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts stammt, trägt ein Monogramm mit den Buchstaben "HK". Das Kind steckte zudem in einem Stoffbeutel der Supermarktkette "Sky", die es zum damaligen Zeitpunkt in Südniedersachsen nicht gab. Filialen waren im Raum Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, in Bayern und Baden-Württemberg verbreitet.

Die Obduktion des kleinen Mädchens ergab damals, dass es bei der Geburt gelebt hatte und auch weiterhin lebensfähig gewesen wäre. Der Tod des Kindes wurde gewaltsam herbeigeführt. Details hierzu teilt die Polizei auch 13 Jahre nach der Tat aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mit.

Die Ermittler erhoffen sich durch die Fernsehausstrahlung neue Hinweise im Fall des toten Babys. Durch die Staatsanwaltschaft Göttingen wurde zudem für zielführende Hinweise eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgesetzt. Hin weise unter Telefon  05551/70050.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Landtagswahl: So feiern die Parteien in Göttingen und der Region