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Protest gegen Gewerbepark

BUND kritisiert Versiegelung von Ackerland Protest gegen Gewerbepark

Während die Planentwürfe für das Projekt „Autoservicepark“ im Leinetal zwischen Nörten-Hardenberg und Lütgenrode derzeit im Rathaus für Stellungnahmen ausliegen, formiert sich Widerstand gegen die Pläne des Investors.

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Im Januar hat Investor Kai Amir-Sehhi erstmals öffentlich von seinen Plänen berichtet.

Quelle: Harald Wenzel

Nörten-Hardenberg. Die Kreisgruppe Northeim des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) verurteilt in einer aktuellen Stellungnahme das Projekt und weist auf seiner Internetseite www.bund-northeim.de auf eine Unterschriften-Aktion hin. Zum Zeitraum, in dem die Planungsunterlagen ausliegen - vom 27. Juni bis 27. Juli - heißt es auf der BUND-Seite: „Ferienzeit, da wird der Widerstand reduziert!“ Den Beschluss zur Auslegung der im Auftrag des Investors erarbeiteten Bebauungsplanentwurfs „Gewerbepark Leinetal“ hatte der Verwaltungsausschuss Anfang Juni gefasst. Öffentlich vorgestellt worden sind die Pläne in einer Sitzung des Bauausschusses Ende Mai.

Unterdessen wiederholt der BUND seine Kritik an dem Projekt. Wie Jürgen Beisiegel vom Vorstand der Kreisgruppe Northeim schreibt, handle es sich um ein „überflüssiges und sinnloses Projekt“. Wie sei es umweltpolitisch zu rechtfertigen, fragt Beisiegel, „wenn wertvolles Ackerland im Auenbereich zubetoniert wird, um zwischen zwei Tankstellen eine dritte zu bauen, eine Markthalle auf die grüne Wiese zu setzen, wenn vier große Supermärkte in und um Nörten bereits regionale Produkte anbieten“. Den Amitera-Geschäftsführer Kai Amir-Sehhi bezeichnet der BUND als „fragwürdigen Investor“ und stellt fest,.

Weiterhin heißt es seitens der BUND-Kreisgruppe Northeim: „Eine bedingungslose Ansiedlung von jedwedem Gewerbe zur Erhöhung der gemeindlichen Gewerbesteuer führt zu solchen abartigen Ideen wie XXXL-Möbelhäusern in Göttingen, Einkaufsparks auf der grünen Wiese und Logistikzentren, die nach dem Prinzip des Wettbewerbs der Steuervergünstigungen vergeben werden“. Die Folge sei eine „anarchistische Zersiedlung der Landschaft“.

Seit der ersten Präsentation der Idee des Gewerbeparks im Januar hatten sich auch verschiedene Bürger in Leserbriefen negativ geäußert. Dabei hatte zum Beispiel Gerlinde Haller unter anderem die Bebauungspolitik der Gemeinde kritisiert: „Area3-Gelände (...), Straßen, leerstehende Gebäude, riesige Lkw-Parks - man fahre mal das Leinetal von Göttingen nach Norden (...) und erfreue sich der letzten paar Grünflächen.“

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"