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Schnelles Internet für 27.700 Haushalte

Northeim Schnelles Internet für 27.700 Haushalte

108 Kilometer Glasfaser will die Telekom bis Januar 2017 im Landkreis Northeim verlegen. 220 Kabelverzweiger sollen entstehen. Damit könnten künftig 27.700 Haushalte Daten in einer Größe von 100 Mbit pro Sekunde aus dem Internet herunter- und 40 Mbit pro Sekunde heraufladen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Northeim. „Vier Milliarden Euro hat die Telekom 2015 deutschlandweit in den Breitbandausbau investiert; 2016 sind es weitere fünf Milliarden Euro“, erklärte am Donnerstag Thomas Krieger, Leiter der Telekom-Technikniederlassung Nord, bei einem Pressegespäch im Sitzungssaal der Kreisverwaltung.

Versorgt werden laut Dieter Schulz, dem zuständigen Telekom-Vertriebsbeauftragten, nur die Bereiche, in denen sich die Investionen durch spätere Einnahmen wieder erwirtschaften lassen. Die Konsequenz für den Landkreis Northeim: Viele Bürger gehen beim Telekom-Breitbandausbau leer aus.

Die für die Vollversorgung zusätzlich benötigten 347 Kilometer Glasfaser will der Landkreis jedoch mit Fördergeldern aus Berlin und Hannover verlegen lassen. Die Vergabe des ausgeschriebenen Auftrags soll in der zweiten Jahreshälfte erfolgen, kündigte der Erste Kreisrat Hartmut Heuer an. Ein Angebot gibt auch die Telekom ab. „Wir können die Glasfasern innerhalb von zwölf Monaten abzüglich der Winterzeit verlegen“, sagte Krieger. Die Telekom verfüge bereits über 159,4 Kilometer verlegte Leerrohre. Das verkürze die Tiefbauarbeiten. Die Glasfasern führen jeweils bis zu den grauen Verteilkästen in den Straßen. Um auf den verbleibenden Kupferkabelabschnitten bis zu den Häusern die genannten Übertragungsleistungen zu erreichen, bedient sich die Telekom eines speziellen Verfahrens, des sogenannten Vectorings. Mit einem verbesserten Verfahren, dem Supervectoring, will die Telekom in einem zweiten Schritt bis 2018 die Übertragungsleistung weiter erhöhen. „Dann lassen sich 250 Mbit pro Sekunde aus dem Internet herunter- und 50 Mbit pro Sekunde heraufladen“, kündigte Krieger an. Offen sei, ob später einmal Glasfasern bis zu den Häusern gelegt würden. mic

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