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Spiritus-Stiftung soll mehr Geld ausschütten

Finanzamt macht Druck Spiritus-Stiftung soll mehr Geld ausschütten

„Wir sitzen zwischen den Stühlen“, sagte Mündens Kämmerer Wolfgang Hodan. Das Finanzamt Göttingen dränge die „Stiftung zum vormaligen Hospital St. Spiritus in Münden“, mehr Geld für soziale Zwecke auszuschütten, die Stiftungsaufsicht dränge dagegen auf die Erhaltung des Vermögens.

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Quelle: GT

Hann. Münden. Über Jahrzehnte, so Hodan im Finanzausschuss, habe die Spiritus-Stiftung, die auf ein bereits im 14. Jahrhundert erwähntes Krankenhaus zurückgehe, den Großteil ihrer ordentlichen Ergebnisse in den Ankauf von Grundstücken investiert. 2015 habe sich das Ergebnis auf 4700 Euro belaufen. Davon seien 1500 Euro an 25 „würdige und bedürftige Personen“ im Altkreis ausgeschüttet worden.

„Eine so niedrige Quote akzeptiert das Finanzamt Göttingen, das die Gemeinnützigkeit prüft, nicht mehr“, erklärte Hodan. Die Stiftung solle nun einen niedrigen sechsstelligen Betrag ausschütten. Um das möglich zu machen, werde derzeit der Stiftungszweck in der Satzung erweitert.

Weil die Stiftung über keine derart großen Barmittel verfüge, müsse sie Stiftungsvermögen verkaufen. Das lehne allerdings die Stiftungsaufsicht ab.

Das Vermögen der Spiritus-Stiftung besteht aus Grundstücken, die sich überwiegend auf dem Blümer Werder, einer Werra-Insel, befinden. Die Stiftung verpachtet das Land an Kleingärtner. Das könnte in Zukunft schwieriger werden, heißt es im Rechenschaftsbericht der Stiftung.

Der Werder liegt nämlich mitten im neu festgelegten Überschwemmungsgebiet, wo es keine weitere Bebauung geben soll. Selbst das Lagern von Gegenständen ist dort aus Gründen des Hochwasserschutzes zu unterbinden.

Die Stadt verhandelt derzeit mit den Pächtern über eine mögliche Entfernung der Gartenhütten. „Wir wissen noch nicht, wie sich das auf die Pachtverhältnisse auswirkt“, bekannte Hodan. Ein weiteres Problem: Die Stadt kann sich den jährlichen Auf- und Abbau der Holzbrücke zur Flussinsel finanziell nicht mehr leisten.

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