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Trinkwasser in Hardegsen wird teurer

Ratsbeschluss Trinkwasser in Hardegsen wird teurer

Die Hardegser Bürger müssen in diesem Jahr für ihr Trinkwasser tiefer in die Tasche greifen. Das hat jetzt der Rat der Stadt in seiner Sitzung am Montag beschlossen. Die Erhöhung ist nötig, weil sich die Verluste der Stadtwerke in den vergangenen Jahren auf fast 202.000 Euro summiert haben.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hardegsen. Im Vorfeld des Ratsbeschlusses hatten bereits die Ausschüsse die Gebührenkalkulation für das Jahr 2016 beraten. Basis dafür waren die Abrechnungen für die Jahre 2013 und 2014. In beiden Jahren war das Ergebnis negativ, was laut Verwaltung und Betriebsleitung der Stadtwerke Hardegsen an steigenden Energiekosten und hohen Unterhaltungskosten für das Leitungsnetz lag. Die Verluste müssen bis zum Jahr 2017 wieder ausgeglichen sein, betonte Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos).

Um dieses Ziel zu erreichen, hatten Verwaltung und Betriebsausschuss empfohlen, die Verbrauchsgebühr ab 2016 von 2,62 Euro je Kubikmeter auf 2,72 Euro zu erhöhen. Dazu sollte die Grundgebühr von bisher drei auf sechs Euro je Monat steigen. Dem mochten aber weder der Finanz- noch der Verwaltungsausschuss folgen. Deren Beschlussempfehlung, eine Grundgebühr von fünf Euro zu verlangen und die Verbrauchsgebühr auf 2,82 zu erhöhen, folgte am Ende auch der Rat mit 17 Ja-Stimmen bei zwei Nein-Voten und einer Enthaltung.

Im Ergebnis, so hatten Bürgermeister und Stadtkämmerer Manfred Schöfer betont, sei bei beiden Varianten möglich, bis Ende 2017 den Verlust auszugleichen. Kaiser: „Wir gehen davon aus, dass es sich um eine temporäre Anhebung der Gebühren handelt, die 2018 wieder zurückgenommen werden kann.“ Schöfer ergänzte, „wenn die Prognosen und Berechnungen so eintreten“. Die jetzt beschlossene Gebührenerhöhung bedeute für einen Ein-Personen-Haushalt bei durchschnittlichem Jahresverbrauch von 35 Kubikmetern eine Mehrbelastung von 31 Euro im Jahr, für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 140 Kubikmetern betrage die Mehrbelastung 52 Euro.

Auf die Nachfrage von Ratsherr Thomas Spangenberg (FDP), wie hoch die Wasserverluste seien, hatte der Bürgermeister schon in der Finanzausschusssitzung diese als „deutlich zu hoch“ bezeichnet. Stadtwerke-Betriebsleiter Olaf Fesser präzisierte das nun im Rat: Gefördert würden jährlich 400 000 Kubikmeter Wasser, verkauft 326 000 Kubikmeter. „Die Differenz sind Verluste“, so Fesser, etwa durch Rohrbrüche.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016