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Überschlag im Führerhaus erleben

Lkw-Verkehrssicherheitstage am Northeimer Autohof Überschlag im Führerhaus erleben

Buchstäblich ins Wasser gefallen ist der erste Lkw-Sicherheitstag des Gesamtverbands Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) am Mittwoch auf dem Autohof Northeim. Am Donnerstag wird ein weiterer Versuch gestartet.

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Im Simulator können Teilnehmer einen Überschlag im Führerhaus nachempfinden.

Quelle: Wenzel

Northeim. Das Konzept der Organisatoren hatte so ausgesehen: Autobahnpolizisten ziehen auf der A 7 Lkw-Fahrer aus dem Verkehr, die am Steuer telefonieren, nicht angeschnallt sind oder sich anderweitig verkehrswidrig verhalten. Die Lastwagen werden auf den Autohof geleitet, wo die Fahrer belehrt werden. So wird ihn dringend ans Herz gelegt, sich diverser pädagogisch angelegter Versuche zu unterziehen, erläutert Matthias Rink, Leiter der Göttinger Autobahnpolizei. So wären die Fahrer um Buß- oder Verwarngeld herumgekommen.

Im Ernstfall tot

Doch das Konzept unter dem Motto „Für Ihre Sicherheit - mit uns im Gespräch“ ging wegen massiver Regenfälle nicht auf. Für die Motorradpolizisten wäre es im Regenguss viel zu gefährlich gewesen, Lastwagenfahrern Signale zu geben. Rink: „Ein Jahr Vorbereitung, und jetzt alles in die Tonne treten.“

Ohne Regen hätten wohl Dutzende von Lastwagenfahrern eine Art Erlebnisparcours durchlaufen. Zum Beispiel im Überschlags-Lkw: Das Führerhaus kann um 360 Grad gedreht werden wie bei einem echten Überschlag. Das Erlebnis zeigt zweierlei: Wer sich nicht anschnallt, ist im Ernstfall höchstwahrscheinlich tot.

Und lose Gegenstände im Führerhaus sind ebenfalls hochgefährlich. Im Überschlags-Lkw waren das nur ein paar Stofftiere. „Normalerweise“, sagt Helmut Tost vom Verkehrsunfalldienst der Göttinger Polizei, „haben die Leute im Führerhaus aber Sachen wie Laptops oder Kaffeemaschinen in Betrieb.“

Als weitere Stationen hatte der GVN Info- und Erlebnisstände zu den Themen Mobiltelefonieren am Steuer, Lenk- und Ruhezeiten, Ladungssicherung und Erste Hilfe aufgebaut. Lkw-Fahrer und Unternehmer konnten sich von Experten verschiedener Organisationen wie den Johannitern, dem Bildungswerk Verkehrsgewerbe oder dem Allgemeinen Rettungsverband und der Polizei beraten lassen.

Auch ein Rückfahrsimulator und ein Gurtschlitten standen bereit. Am Donnerstag unternehmen GVN und Polizei auf dem Autohof einen weiteren Versuch. Ab 12 Uhr wird das gleiche Programm geboten.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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