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Unbestätigte aber „glaubwürdige” Wolfsichtung

Northeim und Göttingen Unbestätigte aber „glaubwürdige” Wolfsichtung

Zwei weitere Hinweise auf den Aufenthalt eines Wolfes in der Region sind am Donnerstag bei den zuständigen Stellen eingegangen. Der Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen, Raoul Reding, hat eine Meldung erhalten.

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Quelle: GT

Northeim/Göttingen. “Mir ist von einem Pfotenabdruck aus dem Bereich Adelebsen berichtet worden”, sagt er. Der sei aber nicht “eindeutig” dem Wolf zuzuordnen. Einen weiteren Hinweis hat Karsten Dörfer erhalten. Er ist einer von fünf Wolfsbeauftragten im Landkreis Northeim. Dörfer spricht von einer “glaubwürdigen” Beobachtung. Das Tier soll im Bereich Bollensen bei Uslar unterwegs gewesen sein. Foto- oder andere Beweise liegen nicht vor, die Sichtung gilt also nicht als offiziell bestätigt. Wie Dörfer sagt, habe es zudem am 9. Juli eine Wolfssichtung zwischen Nörten-Hardenberg und dem Rodetal gegeben. Auch diese sei nicht eindeutig bestätigt. Der Wolfsberater erinnert daran, dass der Rat der Stadt Uslar im vergangenen Jahr eine Resolution gegen Wölfe verabschiedet hat. „Von Wölfen geht eine nicht zu unterschätzende Gefahr aus“, heißt es in dem Resolutionstext.

Angestoßen hat den Resolutionstext ausgerechnet ein Grüner im Stadtrat: Volker Ruwisch. Der Umweltminister des Landes Niedersachsen, der Göttinger Abgeordnete Stefan Wenzel (ebenfalls Grüne) hat dazu eine ganz andere Meinung. Wie der dem Tageblatt gestern mitteilte, gehe keine Gefahr von dem Tier aus. Wenzel: „Wahrscheinlich handelt es sich um ein Jungtier auf Wanderschaft und damit um ein Stück Normalisierung.” In weiten Teilen Europas sei das Tier nie ausgerottet gewesen. In Mitteleuropa sei es erst nach dem Fall der Mauer zurückgekehrt. “Für den Menschen geht von gesunden Wölfen in der Regel keine Gefahr aus. Weidetierhalter in der Region sollten ihre Zäune prüfen und sich beraten lassen, wie sie bestmöglich Vorsorge treffen können“, so der Minister. bib

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