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Ungewollte Wahlempfehlung

AfD-Kreisverband Northeim unterstützt Landratskandidaten Richert Ungewollte Wahlempfehlung

Eigentlich sollte sich ein Kandidat für ein Amt über Unterstützung freuen. Nicht so der Einzelbewerber Jörg Richert, dem der AfD-Kreisverband Northeim seine Unterstützung bei der Landratsbewerbung andient. Richert macht aber klar: „Ich brauche die Stimmen rechtspopulistischer Wähler nicht.“

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Jörg Richert

Quelle: CH

Northeim. Am Dienstagabend hatte  Maik Schmitz, Kreisverbandsvorsitzender der Northeimer AfD, verkündet, dass „der zu unterstützende Kandidat“ bei der Landratswahl in Northeim nur Jörg Richert heißen könne. Er sei „durch sein Fachwissen und die langjährige Kompetenz in seiner Funktion“ der einzige der drei Bewerber, der diesen Posten ausfüllen“ könne.

Noch am selben Abend erteilte der von der FDP unterstützte Einzelkandidat der AfD eine Abfuhr: „Die AfD ist eine fremdenfeindliche und rechtspopulistische Partei, die sich spätestens mit ihrer (...) Forderung nach einem Schießbefehl an der Grenze disqualifiziert hat.“ Er wolle mit der AfD nichts zu tun haben“, betont Richert und schließt weitere Reaktionen seinerseits auf das AfD-Angebot aus. „Da sehe ich keine Möglichkeiten“, sagt der Jurist. Er hofft, dass aus dem Thema nun keine Riesenwelle werde.

Unterdessen hat die Northeimer AfD auf Richerts „Nein danke“ reagiert. Die Wahlempfehlung bleibe weiterhin bestehen, so Schmitz am Mittwoch. Als bedenklich bezeichnet der AfD-Vorstand, dass Richert „ein Fünftel der Wähler (AfD) im Landkreis als fremdenfeindlich bezeichnet. Kritische Bürger zu stigmatisieren“, heißt es weiter, sei kein guter Stil und zeige, dass ein zukünftiger Landrat an seinem Demokratieverständnis arbeiten müsse.

Die AfD, die nach eigener Aussage „die freiheitliche, demokratische Grundordnung nicht nur achtet, sondern auch lebt“, hatte über die von der SPD unterstützte Landratskandidatin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) geschrieben, sie sei „bei der Führung der Gemeinde Nörten-Hardenberg schon an ihre Grenzen gestoßen“ und könne nicht für „höher gestellte Aufgaben“ empfohlen werden. Und Bernd von Garmissen (CDU), dritter Kandidat für den Northeimer Landratsposten, hielt der Northeimer AfD-Vorstand vor, eine „unkritische Nähe zum Islam“ zu suchen.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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