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Wahlkampf in Northeim geht in die Verlängerung

Klinkert-Kittel und von Garmissen geben noch mal Gas Wahlkampf in Northeim geht in die Verlängerung

Nach der Wahl ist vor der Wahl – zumindest auf die verbliebenen beiden Kandidaten für das Landratsamt in Northeim Astrid Klinkert-Kittel (SPD) und Bernd von Garmissen (CDU) trifft dieses Motto zu. Bis zur Stichwahl am Sonntag, 13. März, haben sie nun Zeit, erneut um die Gunst der Wähler zu werben.

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Nach der Wahl (v.l.): von Garmissen, Klinkert-Kittel, Richert.

Quelle: Hinzmann

Northeim. Klinkert-Kittel widmete sich am Tag nach der Wahl ihrem Amt als Bürgermeisterin des Fleckens Nörten-Hardenberg. Am Montagabend traf sie sich aber bereits mit ihrem Wahlkampfteam, um die weitere Strategie abzustimmen. „Wo wollen wir Schwerpunkte setzen, wo persönliche Gespräche führen, wo Institutionen besuchen“, all diese Fragen müssten nun geklärt werden, sagte Klinkert-Kittel. Sicher sei, dass sie einen neuen Flyer auflegen werde, in dem explizit auf die Tätigkeiten eines Landrats eingegangen werde.

Ihr Kontrahent von Garmissen besuchte unterdessen am Montag das Northeimer Tierheim – der Auftakt vieler weiterer Termine, die er in den kommenden zwei Wochen wahrnehmen wolle, erklärte er. Außerdem wolle er bis zur Stichwahl am 13. März viele Menschen treffen und mit ihnen ins Gespräch kommen, sagte von Garmissen. Dabei werde er versuchen, „die Menschen zu überzeugen, ihr Wahlrecht wahrzunehmen“, sagte der Rechtsanwalt. „Denn Demokratie bedeutet Beteiligung.“

Für Jörg Richert, der als Einzelbewerber bei der Wahl am Sonntag zwar beachtliche 26,13 Prozent der Stimmen erreicht hatte, sich den beiden anderen Kandidaten aber geschlagen geben musste, hatte am Montag frei. Die Zeit nutzte er, um seine Wahlplakate wieder abzuhängen. Er sei immer noch „stolz“ auf sein Ergebnis, sagte Richert. Vermutlich am Mittwoch werde er sich dann dazu äußern, ob er seinen Wählern vorschlagen werde, Klinkert-Kittel oder von Garmissen zu unterstützen.

Das dürfte für die Stichwahl eine wesentliche Entscheidung sein. Immerhin holte Richert zum Beispiel in der Stadt Northeim mit 31,55 Prozent etwas mehr Stimmen als von Garmissen (30,34). Klinkert-Kittel kam dort auf 38,11 Prozent. Umgekehrtes Bild dagegen in Einbeck: Dort hängte Richert (32,17 Prozent) Klinkert-Kittel knapp ab (31,98). Von Garmissen kam auf 35,85 Prozent.

Auffällig auch, dass Klinkert-Kittel und von Garmissen bei ihrem jeweiligen Heimspiel deutlich punkten konnten: Klinkert-Kittel holte in Nörten-Hardenberg 58,10 Prozent, von Garmissen in Dassel 56,31 Prozent. Ihr zweitbestes Ergebnis fuhr Klinkert-Kittel in Hardegsen ein (45,99 Prozent), von Garmissen in Uslar (38,13 Prozent). Während Klinkert-Kittel damit in Hardegsen auch gewann, landete von Garmissen in Uslar aber nur auf Platz zwei – hinter seiner Konkurrentin (40,54 Prozent).

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