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Wie umgehen mit den Denkmalen?

Kulturausschuss Hardegsen Wie umgehen mit den Denkmalen?

Welche Denkmale gibt es im Stadtgebiet Hardegsen? Diese Frage stellte Ratsherr Tobias Kreitz Anfang Dezember. Jetzt hat die Verwaltung im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur geantwortet.

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Hardegsen. Wie die Dorfgemeinschaft in Gladebeck das Ehrenmal am Thie aus Anlass der 1000-Jahr-Feier von der Dorfgemeinschaft hergerichtet habe, habe ihn beeindruckt, sagte Kreitz (CDU). Aber keiner wisse, wieviele Denkmale es im Stadtgebiet gebe und wer für deren Pflege zuständig sei, begründete er seine Anfrage vom Dezember. Viele seien verwittert. Beim Hungerland-Denkmal auf Gemarkung Hettensen zum Beispiel sei kaum noch die Inschrift zu lesen.

„Die Stadt weiß, wo Denkmale stehen und wem sie gehören“, versicherte Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos) und verwies auf die jetzt von Stadtheimatpfleger Herbert Heere zusammengetragene Auflistung. Der Kriegerdenkmale werde man sich wenigstens einmal im Jahr am Volkstrauertag bewusst, wenn dort Kränze niedergelegt würden. Neun Kriegerdenkmale gebe es in den Ortschaften, wobei in Lichtenborn und in Ertinghausen keine Ehrenmale dieser Art vorhanden seien. Die Kriegerdenkmale in Üssinghausen und Lutterhausen stünden im Eigentum der Feldmarksgenossenschaft und der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde.

Mit dem Hungerland-Denkmal in der Nähe der Kirchenruine Friwohle werde an den Todestag des Försters Hungerland erinnert, der von Wilddieben erschossen wurde. Es stehe auf Grund und Boden des Staatsforstes. Weitere Denkmale, insbesondere in der Kernstadt, würden auf besondere Anlässe hinweisen, es gebe Naturdenkmale und, so ließ Heere während der Sitzung Kritik an der Anfrage von Kreitz durchklingen, den Bürgerpark könne man auch als Bürgermeister-Sjuts-Gedächtnis-Park bezeichnen.

Rainer Glahe (FBL) kommentierte das Thema mit den Worten „alles hat seine Zeit“. Einst habe man von Ehrenmal gesprochen, dann von Denkmal, „und heute heißt es Mahnmal“. Kreitz sagte, wie auch immer man dazu stehe, „wir haben sie, daher sollten wir gucken, wer die Verantwortung dafür trägt“. Die CDU-SPD-Mehrheitsgruppe im Rat werde das Thema beraten und überlegen, wie damit umgegangen werden soll, kündigte Hans-Jürgen Scholz (SPD) an.

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