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25 Jahre Rumänienhilfe

Öffentlicher Empfang im Osteroder Kornmagazin am Freitag, 19. Februar 25 Jahre Rumänienhilfe

Die Rumänienhilfe Osterode feiert am Freitag, 19. Februar, 25 Jahre ungewöhnlich aktiven ehrenamtlichen Einsatz für behinderte und benachteiligte Menschen in Rumänien. Aus diesem Anlass gibt es einen öffentlichen Empfang im Ratssaal des Kornmagazins.

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Quelle: Archiv

Osterode. Angefangen hatte es bereits 1990 mit der „Osteroder Initiative für behinderte Menschen in Rumänien – Agape“. Die Elendsbilder aus den Verwahranstalten für behinderte Kinder des Ceausescu-Regimes mobilisierten in der Wendezeit nicht nur Menschen in Osterode. Erste Hilfsmittel wurden gesammelt und auf abenteuerliche Weise nach Rumänien transportiert.

Dann folgten nüchterne Bestandsaufnahmen vor Ort und gezielte und fachkundige Hilfsmaßnahmen. Eine Gruppe ehrenamtlich tätiger Handwerker erneuerte die Sanitäranlagen der psychiatrischen Klinik Galde de Jos. In der Stadt Alba Julia (Karlsburg) in Siebenbürgen gründete die evangelisch-lutherische Gemeinde unter Leitung des Pfarrerehepaares Irmgard und Gerhard Wagner einen Diakonieverein. Dieser Verein ist bis heute Partner der Rumänienhilfe. Er holte fünfzig schwerst behinderte Kinder aus einer staatlichen Anstalt und baute für sie fünf Kinderhäuser auf. Diese Arbeit wurde für pflegebedürftige alte Menschen erweitert. Die Osteroder Hilfe ermöglicht dort ein menschenwürdiges Leben.

Die Trägerschaft der Osteroder Initiative übernahm der Kirchenkreis Osterode, heute Kirchenkreis Harzer Land, in enger Kooperation mit den Harz-Weser-Werkstätten. Angegliedert wurde die Rumänienhilfe an den „Internationalen Treff“, der in diesem Jahr gleichzeitig sein 30-jähriges Bestehen feiert. 2005 kam es zur Gründung des Freundeskreises Rumänienhilfe Osterode (FRO). Dieser unselbständige Verein des Kirchenkreises übernahm fast vollständig die praktische Arbeit. Im Laufe der Jahre bildete sich ein Netzwerk mit vielen Orten, das nicht nur im Harzer Land seine Stützpunkte hat, sondern bis Hannover, Wolfsburg, Duisburg und im Süden nach Baden-Württemberg und Bayern reicht. Enger Partner ist „Fairkauf“.

Ohne dieses Netzwerk wäre die umfangreiche Hilfe nicht möglich. Im vergangenen Jahr wurden fünfzehn Lastzüge auf den Weg nach Alba Julia gebracht. Schwerpunkt der Tätigkeit ist das Sammeln und Sortieren gut erhaltener Gebrauchtkleidung, Pflegehilfsmittel, Rollstühle, Fahrräder und einiges mehr im Rumänienhilfe-Laden Rollberg 11. Aber auch Geldspenden sind wichtig. Ein Problem sind genügend Kartons (Bananen- bis Umzugkartons), von denen monatlich etwa tausend Stück benötigt werden.

Für den Empfang bitten die Organisatoren um Anmeldungen bei Karsten Dannenberg in den Harz-Weser-Werkstätten, Telefon 05522/961361. Beginn ist um 10.30 Uhr mit Besichtigung einer kleinen Ausstellung über das Werden und Wirken der Rumänienhilfe. Die Arbeit würdigen unter anderem Osterodes Bürgermeister Klaus Becker (parteilos), Landrat Bernhard Reuter (SPD) und Superintendent Volkmar Keil.

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