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Auf den Blickwinkel kommt es an

Fotostammtisch Osterode Auf den Blickwinkel kommt es an

Das Osteroder Fachwerk steht im Mittelpunkt einer Fotoausstellung des Fotostammtischs Osterode, die Jörg Hüddersen und Frank Rusteberg im Ratssaal vorstellten und die jetzt in den Räumen der Sparkasse Osterode zu sehen ist. Gezeigt werden nicht nur die schönen Seiten, sondern auch der Verfall alter Bausubstanz.

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Bei der Eröffnung der Fotoausstellung im Ratssaal

Quelle: Paetzold

Osterode. Etwa 20 Bilder, ausgewählt aus mehreren Hundert Aufnahmen, dokumentieren den üppigen Bestand der Sösestadt. Das klingt zunächst ein wenig trocken, ist es aber nicht. Herangehensweise und Auffassung, der Blickwinkel, Ausrüstung und Technik und natürlich der Umfang der Motive machen die Zusammenschau mit großformatigen Aufnahmen höchst abwechslungsreich.
Viele Gäste waren in den Ratssaal gekommen, darunter die Vertreterinnen des Fachwerk-Fünfecks, PR-Beraterin Juliane Hofmann und Geschäftsführerin Anna Laura Ulrichs, sowie Vertreter des Hauptsponsors, der Sparkasse Osterode. Der Vorstandsvorsitzende Thomas Toebe lobte wie Bürgermeister Klaus Becker auch die professionellen Arbeiten. 1 000 Euro hatte das Geldinstitut für Rahmen und Druck zur Verfügung gestellt und damit die Ausstellung ermöglicht.

Ein gewaltiger Schatz

Als einen gewaltigen Schatz bezeichnete der Verwaltungschef den Fachwerkbestand und berichtete von wachsendem öffentlichen Interesse, das sich in guter Resonanz auf entsprechende Fachwerk-Veranstaltungen niederschlägt. Als sich Osterode zum Beispiel dieses Jahr im Rahmen des Fünfecks mit einem bunten Programm präsentierte, nahmen etwa 100 Besucher an der Führung in Osterode und durch die Baudenkmale wie Thörmersches Haus oder Schachtrupp-Villa teil.

„Inzwischen profitieren die Städte des Fachwerk-Fünfecks voneinander“, gab Becker seine Einschätzung. Er hoffe, dass die Gebäude in der Altstadt nicht nur auf den Bildern erhalten werden, sprach er den inzwischen bedrückenden Investitionsstau in Osterode an.
Anna Laura Ulrichs vom Fachwerk-Fünfeck stieß auf die „Pioniere“ dieser Aktion, den Fotostammtisch, an, der durch die Motivsuche nach eigenen Aussagen ganz neue Einblicke in seine Heimatstadt gewonnen hatte. „Ich freue mich über die guten Ergebnisse“, sagte sie. Man hofft jetzt darauf, dass der Funke auch auf die anderen Städte des Fünfecks überspringt und sich dort weitere Fotogruppen zusammenfinden, um ihren reichen Bestand fotografisch-künstlerisch zu dokumentieren.

Fotostammtisch Osterode

Der Fotostammtisch Osterode bildete sich aus einem Kurs der Kreisvolkshochschule nach deren Umstrukturierung und dem Ausscheiden von Jörg Hüddersen.
Zunächst beschäftigte er sich grundsätzlich mit Fragen zur Fotografie, nahm aber Ende des vergangenen Jahres das Osterode Fachwerk in den Blick.
Initiiert werden sollte die Bildung ähnlicher Gruppen im gesamten Fachwerk-Fünfeck.
Gelungen ist das bislang nur in Hann- Münden, wo im Frühjahr eine Fotoausstellung zur Stadt geplant ist.
Der Fotostammtisch Osterode trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Tilman-Riemenschneider-Restaurant. Neue Teilnehmer sind dabei willkommen.

Musikalische Begleitung

Bislang ist Ähnliches nur in Hann. Münden geplant. Kontakte aus Osterode aber konnten, so betonten Jörg Hüddersen und Frank Rusteberg, Initiatoren der Ausstellung, in alle Städte geknüpft und die Vernetzung ausgebaut werden.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von einem Herzberger Trio mit Christian Gödeke, Musiklehrer des Herzberger Gymnasiums, Mascha John und Franziska Lagg, die Stücke mit Klavier, Saxophon und Querflöte spielten. Bei Sekt und Orangesaft schloss sich dem offiziellen Teil ein lockerer Austausch des Gäste an.

Von Michael Paetzold

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