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Für den Ceres-Award nominiert

Biobauernhof Wehmeyer Für den Ceres-Award nominiert

Fünf Landwirtinnen und Landwirte aus Niedersachsen zählen zu den besten Landwirten Deutschlands, darunter der Biobetrieb von Daniel Wehmeyer (35) auf Düna. Der Deutsche Landwirtschaftsverlag würdigt seit vier Jahren außergewöhnliche Leistungen mit dem Ceres-Award, dotiert mit 10 000 Euro für den Gesamtsieger.

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Landwirtschaftsminister Meyer (rechts) besuchte 2016 den Biobetrieb von Daniel Wehmeyer.

Quelle: Michael Paetzold

Osterode. Die Sieger der Einzelkategorien können sich über ein Preisgeld von 1 000 Euro freuen, um den Erfolg mit Familie und Freunden feiern zu können. Mehr als 180 Bewerbungen, mehr als je zuvor, gingen bis zum Bewerbungsschluss Ende April ein, 33 Finalisten, drei Bewerber je Kategorie, sind nach intensiver Prüfung der Bewerbungsunterlagen durch die Jury ins Finale gewählt worden.

Betriebskonzept bestätigt

Im Bereich Biolandwirt kommen die drei erfolgreichen Bewerber alle aus Niedersachsen, darunter der Dünaer Rinderzüchter. "Ein guter Freund hat mich dazu gebracht, die Bewerbung loszuschicken", freut sich Daniel Wehmeyer über den Erfolg, ohne aber zu sehr auf ein endgültiges Votum für seinen Betrieb zu hoffen. "Die Konkurrenz ist groß", bleibt er Realist. Letztlich sieht er die Nominierung aber als eine Bestätigung seines Betriebskonzeptes.

90 Zuchtkühe, insgesamt 260 Tiere der alten Rasse Harzer Rotes Höhenvieh, nennt der Betrieb sein eigen, sie beweiden Flächen im Oberharz und dem Harzvorland. Biologischer Landbau, Landschaftspflege und Direktvermarktung sind die Säulen des Betriebs, der bereits 2016 mit dem Förderpreis Ökologischer Landbau ausgezeichnet wurde und sich für den Erhalt der bedeutenden historischen Nutztierrasse stark macht.

Erfolg nicht garantiert

Dabei war der Erfolg zunächst keineswegs garantiert, als Daniel Wehmeyer zusammen mit seiner Frau Johanna im Mai 2002 den Hobbyhof des Vaters übernahm. Damals warnten die Betriebsberater vor dem großen Risiko. Doch das Vorhaben war genau das Ding für den Junglandwirt, der schon im Kindergarten davon erzählte, dass er einmal Bauer werden will. Das Konzept ging auf, neben der Familie sind heute drei Mitarbeiter auf dem Hof beschäftigt.

Der Deutsche Landwirtschaftsverlag: "Wir wollen mit dem Award, den Branchenvertreter als höchste landwirtschaftliche Auszeichnung loben, eine öffentliche Plattform schaffen, eine Brücke zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft."

Die feierliche Preisverleihung der Sieger erfolgt am 11. Oktober bei der Galaveranstaltung Nacht der Landwirte in Berlin.

Von Michael Paetzold

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