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Metropolversammlung tagte in Osteroder Stadthalle Projekte transparenter darstellen

Wer über Elektromobilität und vor allem von E-Motorrädern spricht, der kommt an Osterode und der kleinen Firma MMS Concept von Matthias Schmidt nicht vorbei, die das Thema europaweit auf die Agenda brachte.

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Aufsichtsrat mit dem Vorsitzenden Ulrich Markurth (4.v.r.) und Klaus Becker (3. v. r.).  Fotos Michael Paetzold.

Quelle: R

Osterode. „Doch nicht nur durch diesen Erfolg ist Osterode ein wichtiger Teil der Metropolregion, und daher waren wir auch selbstbewusst genug, um in diesem Jahr zur Metropolversammlung in unsere schöne Stadt einzuladen“, sagte Osterodes Bürgermeister Klaus Becker, Mitglied des Aufsichtsrats der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH gestern während der Eröffnung in der gut besuchten Stadthalle.

Es war die erste Metropolversammlung in der Sösestadt, in der diesmal unter anderem die Elektromobilität, neue Initiativen rund um das Internet und die deutsch-französische Kooperation bestimmende Themen waren.

Bilanz und Ausblick

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, der Braunschweiger Oberbürgermeister Ulrich Markurth, zog auf diesem zentralen Treffen des Zusammenschlusses von Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und dem Land Niedersachsen eingangs eine Bilanz der Arbeit und ging der Frage nach, welchen Mehrwert die Metropolregion für die Menschen biete.

Mit der Wahl Osterodes als Veranstaltungsort hatte man bewusst die Stadt-Land-Kooperation, ein wesentliches Arbeitsfeld der Metropolregion, gewürdigt, so Markurth. Osterode sei in Sachen E-Mobilität zudem ein „wunderbares Beispiel“, wie Themen in der Fläche abgebildet werden könnten: „Die Musik spielt nicht nur in den Großstädten.“

Bei seinem Blick zurück, als die E-Mobilität vor fünf Jahren durch die Metropolregion in den Fokus gerückt wurde, stellte er Quantensprünge fest. Sie sei zum Mega-Thema geworden. „Inzwischen haben wir das dichteste Ladeinfrastrukturnetz in Deutschland.“ Becker hatte zuvor seine Vision von einem sauberen Harztourismus entworfen, für den ein gutes Netz von Ladestationen die Voraussetzung sei.

Als weitere wichtige Felder der Metropolregion widmete sich Markurth der Kreativwirtschaft und der zunehmenden Digitalisierung, einem Zukunftsthema, das das Leben, die Kommunen und die Wirtschaft revolutionieren werde. Hier wolle die Metropolregion kraftvoll aktiv werden und Impulse setzen.

Und auch die Gesundheitswirtschaft rückte er als einen gewichtigen Wirtschaftsfaktor und der Voraussetzung für die Lebensqualität im ländlichen Raum in den Fokus. Es gehe darum, dass die Menschen in der Fläche nicht abgehängt werden und die gleiche Versorgung erfahren, wie in den größeren Städten.

Vom 4. bis zum 6. Oktober läuft in München die Expo Real, die größte europäische Fachmesse für Immobilien und Investitionen. Die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg wird mit einem großen Stand vertreten sein und dem Fachpublikum ihre Projekte vorstellen. „Hier versuchen wir, Antworten auf die großen Themen der Zukunft zu geben“, kündigte Markurth an.

Applaus gab es für ihn, als er Lebensqualität und regionale Harzer Produkte für den Verbraucher zusammenbrachte: Genuss, verbunden mit hoher Emotionalität!

Metropolregion greifbarer machen

Der Vormittag in Osterode stand weiterhin ganz im Zeichen von Kurzvorträgen zu Querschnittsthemen wie dem Recycling-Cluster REWIMET, zur Digitalisierung, zur deutsch-französischen Kooperation oder der Wissensvernetzung in der Metropolregion sowie zweier Fachforen zur Energiewende, Klimawandel und Wirtschaft.

In einer Podiumsrunde mit Vertretern aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und dem Land Niedersachsen wurde die weitere Arbeit der Metropolregion erörtert. Dabei blickte man mit Zufriedenheit auf das bereits Geleistete, äußerte aber auch Wünsche für das Jahr 2017. Fassbarer in allen Bereichen und durch erste Projekte für die Bürger deutlicher sichtbar, hofft man demnach die Metropolregion im Jahr 2017 darstellen zu können. „Ich wünsche mir, dass wir die E-Health-Projekte konkret vorantreiben und dieses Thema mehr in den Mittelpunkt stellen werden“, so Karin Beckmann, Beauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser. Als E-Health wird der Einsatz digitaler Technologien im Gesundheitswesen bezeichnet.

Innovationskraft stärken

Und Josef von Helden, Präsident der Hochschule Hannover, hatte für den Bereich Wissenschaft ein konkretes Konzept im Gepäck, wie die Metropolregion real in Erscheinung treten soll: 2017 wird die Hochschule Hannover an die Innovationskraft kleiner Unternehmen in ländlichen Regionen appellieren und ihnen das Konzept „Design Thinking“, einen interdisziplinären und kreativen Ansatz der Problemlösung, näherbringen. Immerhin, da waren sich die Vertreter einig, säßen die kreativen Köpfe nicht nur in den Städten und an Hochschulen, sondern auch auf dem Land.

Auch Klaus Becker und Ulrich Markurth hatten zu Beginn der Versammlung festgestellt, dass das Thema Metropolregion bislang im Wesentlichen nur in den Köpfen der aktiv Beteiligten oder in der Wirtschaft greifbar sei. Erstmals wurde die inzwischen achte Versammlung deshalb von einem Rahmenprogramm für die Öffentlichkeit begleitet.

An zahlreichen ständen präsentierten sich Initiativen wie das Fachwerkfünfeck und die Regionale Erzeugergemeinschaft Südniedersachsen, aber auch Hersteller und Händler regionaler Produkte. Im Kurpark vor der Stadthalle waren Fahrzeuge zum Thema Elektromobilität ausgestellt, und auf einem Parcours konnte man die elektronischen Einpersonen-Transportmittel Segway erproben. R

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