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Zwei Stunden Schulweg zumutbar

Osterode / Göttingen Zwei Stunden Schulweg zumutbar

Drei Schüler aus dem Landkreis Osterode sind vor dem Verwaltungsgericht Göttingen mit einer Klage auf Erstattung der Fahrtkosten zur Schule mit dem privaten Personenwagen gescheitert. Ihre Eltern wollen für den täglichen Transport der Kinder 30 Cent je Kilometer, insgesamt 6.894 Euro. Die Klage wurde agewiesen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Osterode/Göttingen. Das Verlangen der Eltern, das in drei Bescheiden schon der Landkreis Osterode zurückgewiesen hatte, begründet sich mit der Zumutbarkeit von Schulwegen. Grundsätzlich gilt im Landkreis Osterode, dass eine Stunde Fahrtzeit im öffentlichen Nahverkehr in der Schülerbeförderung zumutbar seien. Im speziellen Fall müssen sogar zwei Stunden Fahrtzeit täglich als zumutbar angesehen werden. Das gilt, wenn Eltern sich für einen anderen als den für sie zuständigen Schulbezirk entscheiden. Die Familie lebt in Wieda, Niedersachsen. Die Kinder gehen mit Zustimmung des Landkreises in Ellrich, Thüringen, zur Schule. Der Landkreis müsste allenfalls gewährleisten, dass sie nach nicht mehr als 120 Minuten in der Schule sind. Der Verwaltungsrichter aber zog den Fahrplan zu Rate und stellte fest, das man von Wieda-Rathaus bis Ellrich-Schule am Morgen nur 35 Minuten mit Bus und Bahn braucht. Klage abgewiesen.

Allerdings: Der Fahrplan galt bis gestern. Künftig gibt es die Verbindung nicht mehr. Dann wäre dieselbe Strecke von knapp zehn Kilometern über die Landesgrenze per Bus und Bahn nicht unter drei Stunden und fünf Minuten zu schaffen - zu Fuß allerdings wohl schneller.

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