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Forscher untersucht Heimatmuseen

NS-Raubgüter Forscher untersucht Heimatmuseen

Der Frage, ob sich in kleinen Museen Raubgüter aus der NS-Zeit befinden, ist Provenienzforscher Christian Riemenschneider nachgegangen. Was er in vier Museen der Region gefunden hat, erläutert er am Montag, 11. September, im Museum im Ritterhaus Osterode.

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Osterode. Sechs Monate forschte Riemenschneider in den Museen der Städte Northeim, Osterode, Seesen und Uslar Ob jüdische Bürger unter dem zunehmenden wirtschaftlichen Druck der Zeit ihren Besitz weit unter Wert an Antiquitätenhändler oder örtliche Museen verkauft haben, war erstmals 2016 in einem Pilotprojekt zur Provenienzforschung in Südniedersachsen untersucht worden. Im Jahr 2017 ging die Suche weiter. Auch diesmal sei der Provenienzforscher fündig geworden, erklärt Astrid Vettel vom Landschaftsverband Südniedersachsen.

Die Ergebnisse seiner Arbeit sollen am 11. September in einer etwa fünfstündigen Veranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ab 11 Uhr sprechen Helga Klages (SPD), stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Osterode am Harz, Museumsleiterin Angelika Paetzold, Claudia Andratschke, Leiterin des Netzwerks Provenienzforschung in Niedersachsen, und Mathias Deinert, wissenschaftlicher Referent des Deutsches Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg.

Etwa gegen 11.30 präsentiert Riemenschneider unter dem Titel „Beschlagnahmt, im Krieg erbeutet, mitgenommen – Ergebnisse der Suche nach unrechtmäßig entzogenem Kulturgut in vier südniedersächsischen Museen“, seine Forschungsergebnisse. Nach einer Mittagspause folgen Vorträge von Saskia Johann vom Städtischen Museum Göttingen unter dem Titel „Arisierung und Neukonzeption. Die Sammlungspolitik des Städtischen Museums Göttingen zwischen 1935 und 1939“, von Mathias Deinert über das „Pilotprojekt Erstcheck zur Provenienzforschung in fünf Museen Sachsen-Anhalts“ und von Volker Cirsovius-Ratzlaff von der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen unter dem Titel „Forschungen zu NS-Raubgut in Bibliotheken“.

Weitere Informationen unter gst@landschaftsverband.org oder Telefon 0551/63443264.

Von Matthias Heinzel

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