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Franzosen besuchen Windpark

Hattorfer Berg Franzosen besuchen Windpark

Besuch aus Frankreich und dem Harz hat die Windpark-Baustelle auf dem Hattorfer Berg bekommen. Osterodes Bürgermeister Klaus Becker (parteilos) hat gemeinsam mit Ratsmitgliedern und einer Delegation aus der Partnerstadt Armentières die sechs zum Teil noch im Bau befindlichen Windräder begutachtet.

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Frischer Wind an der Kreismülldeponie: Anlagen-Repowering stößt auf reges Interesse.

Quelle: r

Hattorf. Die 200 Meter hohen Windräder, die nachts rot blinken und im Eichsfeld weithin sichtbar sind, ersetzen die kleineren Vorgängermodelle, sind seit vergangenem Jahr im Bau oder speisen bereits Strom ins Netz ein. Drei der Windräder werden vom Investor Enercon, dem größten deutschen Hersteller von Windkraftanlagen, selbst betrieben, die anderen drei von der Windenergie Hattorfer Berg GmbH & Co. KG.

Die gemeinsame Kommanditgesellschaft mit den gleichberechtigten Geschäftsführern Wolfgang Reehuis, Marko Schmidt und Wilhelm Sonntag wurde vom regionalen Energieversorger Harz Energie zusammen mit den Bürgergesellschaften Hattorf und Schwiegershausen gegründet.

Rund 80 Grundeigentümer würden eine an der Einspeisevergütung orientierte jährliche Pacht, die Gemeinde Hattorf entsprechende Gewerbesteuern erhalten, sagt Harz-Energie-Sprecherin Sandy Heinzel: „Die geräuschoptimierten Windräder mit insgesamt 18 Megawatt Leistung sollen laut Windgutachten jährlich rund 40 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen.“ Das entspreche dem Bedarf von rund 10 000 Haushalten.

Das Interesse von Bürgern an einer Beteiligung sei hoch gewesen, sagt Reehuis: „Wenn wir der Nachfrage hätten entsprechen wollen, so hätten wir nicht nur drei Anlagen, sondern mindestens das Doppelte bauen dürfen.“ Großes Interesse an der Technik des speziell für Binnenstandorte mit mäßigen Windgeschwindigkeiten entwickelten Anlagetyps Enercon E-115 zeigten die Besucher.

„Obwohl die drei Rotorblätter aus Glasfaser bestehen, wiegt ein Blatt allein 25 Tonnen“, berichtete Schmidt. Obwohl auch die Rotornabe mit 49 Tonnen und der Generator mit 97 Tonnen Schwergewichte sind, reiche ein Fundament von nur 3,85 Metern Tiefe aus. Dafür müssten aber 1200 Kubikmeter Beton - fast 160 Lkw-Ladungen - angefahren werden.

Die Arbeiten sollen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Der Startschuss für die Nutzung von Windenergie im Bereich der Kreismülldeponie Hattorf fiel bereits 1992. Dem ersten Windrad mit 30 Metern Nabenhöhe und 80 Kilowatt Leistung folgten weitere fünf Anlagen. Jetzt werden sie im Zuge des sogenannten Repowerings durch die nächste Generation ersetzt.

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