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"Freundeskreis" hält "Mahnwache" ab

Hunderte Gegendemonstranten "Freundeskreis" hält "Mahnwache" ab

Seine erste „Mahnwache“ in Bad Lauterberg hat am Sonnabend der „Freundeskreis Thüringen / Niedersachsen“ abgehalten. Gegen die Kundgebung auf dem Parkplatz Ritscherstraße demonstrierten Hunderte Gegner der Gruppierung, die von Kritikern als extrem rechts eingeschätzt wird.

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Nach Veranstalterangaben waren es zwischen 400 und 500 Menschen, die dem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt waren.

Quelle: HW

Bad Lauterberg. Der Zug der Gegendemonstranten hatte sich bereits am Mittag an der Hauptstraße formiert: Mit drei Bussen reisten allein aus Göttingen Demonstrationsteilnehmer an, die dem Aufruf von Verdi und Bündnis gegen Rechts gefolgt waren. Außerdem schlossen sich Mitglieder der Bündnisse aus Duderstadt und Lindau an, zudem Teilnehmer aus Adelebsen, Northeim und Hannover.

Eine „kurze, aber coole und kraftvolle Demo“ zog sich durch die Bad Lauterberger Innenstadt, kommentierte Jan von Alversleben, der für die Gewerkschaft Verdi den ersten Teil der Veranstaltung angemeldet hatte. Die Demonstranten hatten unter anderem in Sprechchören und kurzen Redebeiträgen ihrem Unmut über die Versammlung des „Freundeskreises“ Luft gemacht. „Ob Ost, ob West, nieder mit der Nazipest“, forderten sie unter anderem.

Die Angaben zur Teilnehmerzahl differierten dabei: Während die Polizei rund 220 schätzte, sprach das Bündnis gegen Rechts Göttingen von 400 bis 500. Den Mittelwert wählte Linken-Politiker Patrick Humke, der während der sich dem Demonstrationszug anschließenden Kundgebung im Kleinen Kurpark sprach. Er schätzte rund 300 Teilnehmer während der Demo, von denen „trotz des schlechten Wetters“ viele bis zur Kundgebung geblieben seien. Dabei lobte er besonders, dass sich auch aus Bad Lauterberg viele Menschen der Demo des Bündnisses angeschlossen hatten. Humke hatte die Versammlung am Kleinen Kurpark angemeldet.

 
An der „Mahnwache“ des „Freundeskreises“ nahmen nach Polizeiangaben 110 Personen aus den Landkreisen Göttingen, Northeim und Eichsfeld teil. Zudem sollen sich nach Angaben des Bündnisses gegen Rechts auch eigens aus dem Dortmunder Raum Angereiste darunter befunden haben. Viele von ihnen seien „organisierte Neonazis“ gewesen, sagte ein Sprecher. Dem widersprach einer der Redner des „Freundeskreises“. Er sagte: „Wir sind und wir bleiben einfach nur Deutsche.“

 
Laut Polizei verliefen sowohl die Demonstration als auch beide Kundgebungen friedlich. Weder sei es zu Handgreiflichkeiten gekommen, noch hätte es Beschlagnahmungen gegeben.

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