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Erfolgreiche ökologische Landwirtschaft

Hoffest im Südharz Erfolgreiche ökologische Landwirtschaft

Hoffest mit Minister: Christian Meyer (Grüne), Niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat am Sonntag das Hoffest von Ökolandwirt Daniel Wehmeyer eröffnet. Anfang des Jahres gewann der Südharzer den Bundeswettbewerb „Ökologischer Landbau“.

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Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Mitte) unterhält sich mit dem Harzer Hirt Siegfried Spahn. über das Harzer Rotvieh.

Quelle: GM

Düna. Als „Freund des Hofes“, wie Meyer sich bezeichnete, sei er gerne wieder in den „tollen Vorzeigebetrieb“ an den auslaufenden Hängen des Harzes gekommen. Die Bewohner Dünas, einem Ortsteil Osterodes mit gerade 126 Einwohnern, leben mit und von der Landwirtschaft. Nicht Wehmeyers Familie, die nur im Nebenerwerb einen Resthof betrieb. Doch bereits für den neunjährigen Daniel stand fest, Landwirt werden zu wollen. Viele glückliche Zufälle und viel Engagement der Familie später, entstand der erfolgreiche Ökobetrieb. Für die Südharzer Gips-Karst-Landschaft wurde jedoch eine Bewirtschaftung benötigt: das Harzer Rote Höhenvieh, eine vom Aussterben bedrohte und genügsame Rasse.

„Die Bergmannsfrau mit dem sanften Wesen“, scherzte Minister Meyer. Mehr als 240 Kühe, Rinder und Bullen stehen im großräumigen Stall von Wehmeyer. Wiesen und Mähweiden des Naturparks Harz liefern dem Rotvieh das Winterfutter. „Wir haben das damals alles genau richtig gemacht“, so Vater Dieter Wehmeyer, der seinem Sohn beim Start half. Artgerechte Tierhaltung und lokale Vermarktung, Landschaftspflege der Bergwiesen und Erhaltung der Art beeindruckten auch die Jury, die Wehmeyers den Bundessieg zuerkannte. „Unser Getreide wird in der benachbarten Bäckerei verbacken, wir schlachten und verkaufen vor Ort im Hofladen oder an die Gastronomie in der Region“, so Dieter Wehmeyer. Ein durchdachter Kreislauf. Beim Hoffest am Sonntag konnten sich Hunderte Interessierte auf dem Hof umsehen, durch ein Strohballen-Labyrinth finden oder einfach dem Harzer Rotvieh ganz nah kommen. „Wir können wirklich froh sein“, so Meyer, „ mit diesem Betrieb ein echtes Juwel im Harz zu haben.“ gm

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