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Hund in Walkenried absichtlich überfahren

Kleinwagenfahrer gesucht Hund in Walkenried absichtlich überfahren

Von einem „schier unglaublichen Ereignis“ spricht die Polizei: In Walkenried hat ein Autofahrer am Freitag offenbar absichtlich einen Hund überfahren.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Walkenried. Nach Angaben von Zeugen und der „sehr mitgenommenen Hundehalterin“, die erst am Montag Anzeige erstattete, ist der 16 Jahre alte Shih-Tzu gegen 11.30 Uhr unvermittelt auf die Fahrbahn der Harzstraße gelaufen. Der Fahrer eines dunklen Kleinwagens bremste erst stark ab, beschleunigte dann aber abrupt, lenkte seinen Wagen in Richtung des Hundes, schleifte ihn einige Meter mit und überfuhr ihn vor den Augen der 34-jährigen Hundehalterin aus Walkenried. Der unbekannte Autofahrer setzte seine Fahrt fort, der Hund verendete am Unfallort.

Ein Novum in Walkenried

„Ein derartiger Fall ist für uns ein Novum“, teilt die Polizei Walkenried mit und bittet um weitere Zeugenhinweise unter Telefon 0 55 25/16 85. Der Fall in Walkenried hat die Medien auf den Plan gerufen, Fernseh- und Radiosender meldeten sich am Dienstag bei der dortigen Polizei.

„Das ist ja furchtbar“, zeigt sich Tierärztin Andrea Rudolph schockiert über den Vorfall in Walkenried: „Gottseidank habe ich so etwas in meiner Praxis noch nie erlebt.“ Pro Jahr landen 20 bis 30 angefahrene Tiere auf ihrem OP-Tisch. In den meisten Fällen handelt es sich um Katzen, die sich nach einem Unfall nach Hause geschleppt haben.

Nachbarschaftsstreitigkeiten häufiger Grund

Dass ein Hund mit Absicht überfahren wurde, ist auch Christian Hoffmeier vom Polizeikommissariat Duderstadt in seiner 39-jährigen Dienstzeit noch nicht untergekommen. An überfahrenen Haustieren würden Jahr für Jahr mehrere Katzen sowie einige wenige Hunde, Rinder oder Pferde gemeldet, sagt der Unfall- und Verkehrssachbearbeiter. Die Statistik unterscheidet nicht nach Tierarten, alle Fälle werden unter „Haustiere unbeaufsichtigt“ subsumiert: „Das kann eine Kuh oder eine Katze sein.“

In Einzelfällen kommt es laut Hoffmeier in größeren Abständen immer wieder einmal vor, dass eine Anzeige wegen vergifteter Haustiere erstattet werde – zuletzt traf es im Herbst eine Frau aus einem Duderstädter Ortsteil mit zwei großen Hunden, von denen einer nicht überlebte. Die Erfahrung zeige, dass es zumeist einen direkten Bezug zu Nachbarschaftsstreitigkeiten im dörflichen Bereich gebe, wenn Tiere vergiftetet würden: „Das Böse wohnt in der Idylle“.

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Hund mit Absicht überfahren

Gegen den unbekannten Autofahrer, der am Freitag in Walkenried absichtlich einen Hund überfahren hat, ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die 34-jährige Hundehalterin, vor deren Augen das Tier verendete, hofft auf weitere Zeugenhinweise.

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