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Kirchenkreis Harzer Land plant Veranstaltung

Reformationsjubiläum Kirchenkreis Harzer Land plant Veranstaltung

500 Jahre Reformation feiert der Kirchenkreis Harzer Land am ersten September-Wochenende 2017 mit einem großen Fest in der Osteroder Innenstadt. 50000 Euro soll die Veranstaltung mit Konzerten, einem Markt der Möglichkeiten, Lesungen und Besinnungen kosten.

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Auch um den nicht unstrittigen Reformator soll es beim Reformationsjubiläum gehen.

Quelle: dpa

Dorste. „Es soll ein Fest werden, das Aufmerksamkeit erregt“, erklärte Superintendent Volkmar Keil während der Kirchenkreistagssitzung in Dorste. Seit einem Jahr bereitet ein Ausschuss die Großveranstaltung vor.

Ode an die Freude

Zum Auftakt erklingt am Freitag, 1. September, Beethovens neunte Sinfonie in der Osteroder Stadthalle. Unter Leitung von Kirchenkreiskantor Jörg Ehrenfeuchter singen Chöre des Harzer Lands die „Ode an die Freude“. Um das jüngere Publikum anzusprechen, treten am späteren Abend Bands auf.

Der Sonnabend beginnt mit zwei Bibelarbeiten, die Landessuperintent Eckhard Gorka und Kirchenkabarettist Matthias Schlicht gestalten. Von 10 bis 18 Uhr präsentieren sich Gemeinden, Institutionen und Initiativen des Kirchenkreises bei einem Markt der Möglichkeiten auf dem Osteroder Kornmarkt und dem angrenzenden Martin-Luther-Platz.

Sternwanderung nach Osterode

Mit 3000 bis 5000 Besuchern rechnen die Veranstalter. Während der Langen Nacht der Kirchen im Abschluss gibt es Jazz, Lesungen und Besinnungen. Um Mitternacht spielt ein Trompeter Luthers Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“.

Mit einer Sternwanderung nach Osterode beginnt der Sonntag. In den Gemeindehäusern wird Frühstück serviert. Um 10 Uhr feiern sie auf dem Kornmarkt einen großen Festgottesdienst.

Ein Vorprogramm macht auf die Großveranstaltung aufmerksam. So thematisiert im Juli eine Ausstellung der Landeskirche Luthers zwiespältiges Verhältnis zu den Juden. Der Reformator umwarb sie zunächst und attackierte sie später.

Vorlesungsreihe zu Luther

Zwei alte Kirchentüren wandern durch die 52 Gemeinden des Kirchenkreises. Die Lutheraner schlagen dort ihre Wünsche an Kirche und Gesellschaft an. Nach der Großveranstaltung befasst sich eine Vorlesungsreihe mit weiteren problematischen Seiten Luthers.

Der Kirchenkreis stellt für die Veranstaltung 15000 Euro zur Verfügung. Außerdem übernimmt er eine Ausfallbürgschaft über 5000 Euro. Der Rest des Geldes soll über Sponsoren eingeworben werden, erklärte der Superintendent.

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