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Naturdenkmal im Südharz konserviert Eiszeitalter

Sommersaison in der Einhornhöhle startet Naturdenkmal im Südharz konserviert Eiszeitalter

Zum Start der Sommersaison haben am Wochenende hunderte Interessierte die Einhornhöhle besucht. Bei Führungen machten sie sich mit geologischen Besonderheiten und der Geschichte dieses Naturdenkmals vertraut.

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Die „Blaue Grotte“ wird tief unter der Erde von Tageslicht erhellt.

Quelle: EF

Scharzfeld. „Diese Höhle hat das ganze Eiszeitalter eingefangen und konserviert, deswegen nennen wir sie Eiszeitkonservendose“, erläuterte Mario Rhode vom Team der Einhornhöhle den Besuchern. Nahezu der gesamte Bereich sei kompakt verfüllt mit Eiszeitmaterial, „die eigentliche Höhle unter uns ist völlig unbekannt“. Die Temperatur betrage konstant sieben Grad, die Luftfeuchtigkeit fast 100 Prozent, es gebe kaum Schadstoffe, keinen Staub, keinen Ruß. „Also tief durchatmen“, so der Ratschlag des Diplom-Geografen.

Bei dem Geotop handele es sich um eine Tropfsteinhöhle in Dolomit. „Das ist ein ehemaliger Meeresboden, Alter etwa 260 Millionen Jahre“, sagte Rhode. Die Höhle habe lange Zeit als Fundstelle für das als Medizin und Heilmittel begehrte Einhorn gegolten. Das Fabeltier, das es leibhaftig nie gegeben habe, sei Namensgeber der Höhle. Zusammen mit den Besuchern würden sich rund 100 Tierarten in der Höhle aufhalten, bei Grabungen seien Knochenreste von über 70 Arten gefunden worden. Die Teilnehmer erfuhren, dass es sich bei dem Naturdenkmal um eine der ältesten Besucherhöhlen der Welt handele. „Nachweislich finden in dieser Höhle seit fast 1000 Jahren Führungen statt“, so Rhode, der den Gästen am Ende seiner Führung die „Blaue Grotte“ mit ihren Deckeneinstürzen zeigte. art

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