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Osteroder Feuerwehr im Dauereinsatz

Dauerregen Osteroder Feuerwehr im Dauereinsatz

Osterode kam bei dem Unwetter am Dienstag zwar relativ glimpflich davon. Dennoch nutzte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) seinen Besuch in Bad Grund, um der Osteroder Feuerwehr spontan einen Besuch abzustatten und ihr für ihren Einsatz zu danken: „Ich weiß, was heute los ist“, sagte Weil.

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Ministerpräsident Stephan Weil besuchte die Osteroder Feuerwehr.

Quelle: Mark Härtl

Osterode. Die Feuerwehren der Stadt Osterode waren seit Montagabend im Dauereinsatz. Einige vollgelaufene Keller in der Stadt und den Ortsteilen mussten leergepumpt werden. Außerdem galt es, Maßnahmen zum Hochwasserschutz entlang der Flussläufe zu ergreifen. Die Apenke und das Flüsschen Wellbeek in Lasfelde drohten über die Ufer zu steigen. Auch Söse, Sieber und die Oder schwollen an, es wurden jedoch bis Dienstagnachmittag keine Überflutungen gemeldet.

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Beeindruckt zeigte sich Weil dann bei seinem Besuch im ehemaligen Bergwerk Hilfe Gottes in Bad Grund von einem besonderen Plan. Das Vorhaben stellten ihm Oswald Sander, Geschäftsführer der Sander-Gruppe, und seine Geschäftspartner Bernd Wagner von der Hilfe Gottes GmbH und Volkmar Hable von der kanadischen Samarium Corporation vor. Es geht um den Abbau von Feinbergen aus den alten Bergeteichen und die Reaktivierung des Bergbaus in Bad Grund. „Das sind Altlasten, die Sie als Schatz heben wollen“, sagte Weil. Elf Millionen Tonnen Material sollen aus den Teichen gefördert werden. Die Teiche enthalten auch giftige Schwermetalle wie Arsen, Kadmium und Blei, die geborgen werden müssen – zusammen mit den wertvollen Rohstoffen.  „Wir sprechen hier von einer dreiviertel bis einer Milliarde Euro“, sagte Sander. „Abraumhalden sind weltweit ein begehrtes Ziel von Bergbauunternehmen“, sagte Hable. Man wolle mit dem Investor, der Samarium Corporation, in Bad Grund ein Kompetenzzentrum für alle Bergeteiche im Harz errichten, sagte Sander.

Neben den Feinbergen gibt es in Bad Grund einen riesigen, noch unberührten Lagerstättenvorrat. Diesen abzubauen, ist das zweite Vorhaben. Es könnten 500 000 Tonnen Erz pro Jahr produziert werden. Das biete eine wirtschaftliche Perspektive für etwa 25 Jahre, so Hable. Sander stellte die wirtschaftliche Perspektive heraus, die das Projekt für die Bergstadt, aber auch die Region biete: Tourismus sei nicht die Stärke der Region, das sei die Industrie. Er sprach von bis zu 300 Arbeitsplätzen. Dem pflichtete Weil bei: „Ich wünsche dem Harz viele Touristen, aber die Basis des Wohlstands ist die Industrie.“

Von Martin Baumgartner

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