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Daniel Wehmeyer ist bester Biobauer

Osterode Daniel Wehmeyer ist bester Biobauer

Landwirt Daniel Wehmeyer aus Düna ist in der Kategorie „Biolandwirt“ des CeresAward 2017, dem bedeutendsten Preis für Landwirte im gesamten deutschen Sprachraum, als bester Biobauer ausgezeichnet worden.

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Freut sich über den Sieg: Daniel Wehmeyer.

Quelle: Philipp Ledényi

Osterode. Der Medienrummel um Biolandwirt Daniel Wehmeyer und seinen Betrieb auf Düna bei Osterode ist groß: Interviews sind geplant, ebenso Fototermine, für die Familie werden es aufregende Tage. Dieser Tage stand der 35-Jährige noch ganz unter dem Eindruck des Erfolgs. Daniel Wehmeyer ist als Sieger in der Kategorie „Biolandwirt“ des CeresAward 2017, dem bedeutendsten Preis für Landwirte im deutschsprachigen Raum, gekürt worden. Die Preisverleihung erfolgte am Mittwoch bei der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin.

Vermarktung vom Hof in die nahe Region

„Die Spannung war unglaublich groß, ich habe bis zum Schluss nicht gedacht, dass wir das Rennen machen“, freute er sich Wehmeyer am Donnerstag zusammen mit seiner Frau Johanna. Er und sieht die Auszeichnung als Bestätigung für seinen Kurs. Im Mai 2002 hatten Wehmeyer und seine Frau den Hobbyhof des Vaters übernommen und mit der Zucht der für die Region typischen Nutztierrasse Harzer Rotes Höhenvieh begonnen, das heute weite Flächen im Harz und Harzrand beweidet. Die Herde umfasst drei Bullen und 100 Mutterkühe samt Nachzucht. Die Familie Wehmeyer bewirtschaftet etwa 415 Hektar. Die Vermarktung der Produkte erfolgt vom Hof in die nahe Region.

„Der Sieger hat ein Händchen für Tiere und ein Händchen für Bio. Regionalität ist für ihn ebenso wichtig, wie Vielfalt auf dem Acker. Am Wichtigsten aber ist ihm, dass es seinen Rindern gut geht. Und dafür tut er alles. Sie danken es ihm und hören aufs Wort“, so urteilt die Fachjury des CeresAward. Minou Menzler von der Stiftung Ökologie & Landbau ergänzt: „Daniel Wehmeyer hat ein enormes Wissen sowohl in der Tierhaltung, als auch im Ackerbau.“

„Für uns ist das wie ein Oscar in der Filmbranche“

Obwohl der Hof bereits Preisträger des Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau 2016 wurde, ist der neuerliche Erfolg für Daniel Wehmeyer etwas ganz Besonderes: „Wir sind darauf sehr stolz. Für uns ist das wie ein Oscar in der Filmbranche oder die Goldene Kamera“, sagte er. Der Betrieb habe sich gut am Markt etabliert. Die Zukunft sieht der Biolandwirt optimistisch: „Solange es Menschen gibt, die etwas zum Leben brauchen, solange wird es auch Bauern geben“, sagt er.

Das Preisgeld in Höhe von 1 000 Euro sehen die Wehmeyers eher als symbolische Würdigung. Sie wollen den CeresAward mit ihrer Familie und ihren Mitarbeitern feiern. Der Deutsche Landwirtschaftsverlag würdigt außergewöhnliche Leistungen mit dem CeresAward, dotiert mit 10 000 Euro für den Gesamtsieger und 1000 Euro für den Sieger der Einzelkategorie. Gesamtsieger wurde Georg Mayerhofer aus dem niederbayerischen Ortenburg bei Passau.

Von Michael Paetzold

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