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Becker pfeift auf Kreisstadt-Status

Kreisfusion Becker pfeift auf Kreisstadt-Status

Die Fusion der Landkreise Osterode und Göttingen zum 1. November ist für Bürgermeister Klaus Becker (parteilos) kein Beinbruch. Das Oberhaupt der Stadt Osterode bewertet den Zusammenschluss positiv.

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Klaus Becker

Quelle: Grünewald/Archiv

Osterode. „Kaufen können wir uns davon nichts“, kommentiert Becker den Kreisstadt-Status, den Osterode jetzt verliert. Entscheidender sei, dass Osterode seine Funktion als Mittelzentrum erhalte und stärke. „Auch Duderstadt, Einbeck und Hann. Münden waren mal Kreisstädte“, sagt der Verwaltungschef: „Dass sie das nicht mehr sind, hat ihnen nicht geschadet.“

Entscheidend ist für Becker, dass Dienstleistungen des neuen Kreises bürgernah auch vor Ort angeboten werden: „Unsere Einwohnerinnen und Einwohner werden kaum etwas davon bemerken, wenn man mal davon absieht, dass bestimmte Sozialleistungen bald nicht mehr im Rathaus, sondern im Jobcenter im Gipsmühlenweg erbracht werden - sogar die Sachbearbeiter werden meist dieselben sein.“ Dafür übernehme der Kreis 14 Mitarbeiter der Stadtverwaltung, dessen Personalausgaben dadurch deutlich sinken würden. Einen noch höheren Einspareffekt erwartet Becker durch die von den Gemeinden an den Kreis abzuführenden Kreisumlage. Die werde im neuen Kreis ab 2017 niedriger ausfallen: „Wir reden über einen Betrag im siebenstelligen Bereich.“ Das ermögliche eine weitere Entschuldung und zukunftsfähige Aufstellung Osterodes.

Becker, der sich schon im Vorfeld für die sogenannte Südvariante statt eines Westharz-Kreises mit Goslar ausgesprochen hatte, sieht klare Vorteile durch die Fusion mit dem Kreis Göttingen. „Zugegeben, das war eine schwierige Geburt, und das Baby auch kein reines Produkt der Liebe“, meint der Bürgermeister. Politik und Verwaltung dürften aber nicht emotional handeln, sondern rational. Letzlich sei die Entscheidung für die erste freiwillige Kreisfusion auf Bundesebene sachgerecht gewesen. ku

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