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Prozess um Banküberfall im Harz

Drei Jahre Haft gefordert Prozess um Banküberfall im Harz

Im Prozess um einen Raubüberfall auf eine Volksbank-Filiale in Wieda im Südharz hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Göttingen dafür plädiert, die drei Angeklagten wegen schwerer räuberischer Erpressung zu verurteilen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Wieda. Für den 30-jährigen Angeklagten aus Walkenried, der die Idee zu dem Überfall gehabt hatte, forderte sie eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und zehn Monaten. Ein ebenfalls aus Walkenried stammender 19-jähriger Mitangeklagter solle eine Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten erhalten. Beide sollten außerdem in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden. Für den dritten Angeklagten, einen 25-jährigen Mann aus Bad Lauterberg, beantragte die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt werden könne.

Die Verteidiger beantragten deutlich mildere Strafen, die jeweils zur Bewährung ausgesetzt werden sollten. Der Anwalt des 30-Jährigen plädierte auf eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren sowie die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt. Der Verteidiger des 19-Jährigen beantragte eine Jugendstrafe, ohne eine konkrete Höhe zu nennen, der Anwalt des 25-Jährigen plädierte für seinen Mandanten auf eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren.

Der 25-Jährige hatte bei dem Überfall im Februar dies Jahres als Fahrer fungiert und die beiden Hauptakteure morgens nahe der Bankfiliale abgesetzt. Während er auf einem Parkplatz wartete, war der 30-Jährige in die Bank gegangen und hatte so getan, als wollte er ein Konto eröffnen. Kurz darauf betrat der 19-Jährige, der sich vorher maskiert hatte, den Schalterraum, hielt dem vermeintlichen Neukunden eine Waffe an den Kopf und rief: „Geld her, oder ich knalle ihn ab!“ Nachdem die Bankmitarbeiter rund 11 500 Euro in die von ihm mitgebrachte Plastiktüte gepackt hatten, nahm der maskierte Räuber die Tüte an sich, rannte zum Parkplatz und stieg zum 25-Jährigen ins Auto.

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