Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Streit zwischen SPD und CDU

Samtgemeinderat Hattorf Streit zwischen SPD und CDU

Der Samtgemeinderat Hattorf ist in Wulften zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Bei der Besetzung von Stellvertreter-Posten zeigten sich Meinungsverschiedenheiten zwischen SPD und CDU.

Voriger Artikel
Große Koalition dominiert den neuen Rat
Nächster Artikel
85-Jährige um Tausende Euro betrogen

Geheime Abstimmung: Ratsherr Frank Kaiser gibt gerade seinen Stimmzettel bei Rolf Hellwig ab.

Quelle: Martin Baumgartner

Hattorf. Der Rat bestimmte Georg Wipke (SPD) einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Wipke ging kurz auf die Gründungszeit der Samtgemeinde Anfang der 1970er-Jahre ein und stellte dann auf die Gegenwart bezogen fest: „Unsere Finanzen sind stabil, so dass man wirklich Politik gestalten kann. Wir sind so aufgestellt, dass wir zuversichtlich in die nächsten fünf Jahre starten können.“

Zu Beginn galt es, die Fraktionen und Gruppen zu bilden. CDU und FDP-Ratsherr Sigurd Hille hatten sich bereits auf die Bildung einer Gruppe geeinigt, deren Vorsitzende Karin Wode ist. Die Gruppe hat acht Mitglieder. Hille sagte, er sei sehr erfreut über die Gruppenbildung, da er mit seinem Grundmandat sonst kaum Möglichkeit zur Mitarbeit in den Ausschüssen hätte. Die SPD-Fraktion stellt zwölf Ratsmitglieder und wird von Harald Reinhardt geführt. Im Rat ist auch Samtgemeindebürgermeister Rolf Hellwig (parteilos) stimmberechtigt.

Der angekündigte Kooperationswille der SPD-Mehrheitsfraktion bezog sich nicht auf die Besetzung der Stellvertreter-Posten: Die CDU-Fraktionsvorsitzende Karin Wode hatte erklärt, ihre Gruppe erkenne die Mehrheitsverhältnisse im Rat an und werde die SPD-Kandidaten für die Position des ersten stellvertretenden Ratsvorsitzenden und des ersten stellvertretenden Samtgemeindebürgermeisters mittragen, bat jedoch darum, dass die CDU/FDP-Gruppe dafür die jeweils zweiten Stellvertreter benennen dürfe. Darauf ging die SPD-Fraktion allerdings nicht ein und setzte sich bei den von der Opposition daraufhin beantragten geheimen Abstimmungen durch.

So wurden Walter Römermann und Frank Kaiser (beide SPD) zu Wipkes Vertretern gewählt – Römermann in offener Wahl einstimmig, Kaiser erhielt in geheimer Wahl 13 Stimmen. Der CDU-Kandidat Hennig Kunstin erhielt acht Stimmen. Über das etwas aufwendige Prozedere amüsierten sich alle Ratsmitglieder: Jeder musste den Saal zum Ausfüllen des Stimmzettels kurz verlassen.

Der Rat konnte das Verfahren einer geheimen Abstimmung dann noch mal üben, als es um die Wahl der stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister ging. Hier wiederholte sich das Spiel: Die SPD schlug Henning Kruse als ersten und Georg Wipke als zweiten Stellvertreter für Rolf Hellwig vor. Die CDU/FDP-Gruppe erklärte wiederum, man werde Kruse mitwählen, schlage jedoch erneut Henning Kunstin als zweiten Stellvertreter vor. Kruse wurde sodann offen und einstimmig gewählt, Wipke erhielt in geheimer Wahl 13 Stimmen, Kunstin acht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis