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Land stellt 3,5 Millionen Euro zur Verfügung

Schloss Herzberg Land stellt 3,5 Millionen Euro zur Verfügung

Nach Jahren des Stillstandes und zunehmend sichtbaren Verfalls kann in diesem Jahr mit der schrittweisen Sanierung des Schlosses in Herzberg begonnen werden. Das teilte jetzt das niedersächsische Finanzministerium mit. Möglich werde das durch den Beschluss des Landtages, in den kommenden Jahren von 2017 bis 2020 jeweils 20 Millionen Euro zusätzlich für den Unterhalt von Landesgebäuden einzuplanen.

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Herzberg. Externe Gutachter hätten im Auftrag des Staatlichen Baumanagements den aktuellen Zustand des Welfenschlosses anhand von Voruntersuchungen exemplarischer Bauteile bewertet und daraus ein Sanierungskonzept entwickelt. Es sieht vor, den gesamten Gebäudekomplex in mehreren Bauabschnitten zu sanieren. „Der prognostizierte Gesamtbedarf beläuft sich aktuell auf mehr als 20 Millionen Euro“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Der Bedarf unterliege jedoch noch erheblichen Unsicherheiten. So werde es stark davon abhängen, inwieweit sich die Erkenntnisse aus den Voruntersuchungen – über den Zustand der in Nutzung befindlichen und daher größtenteils unzugänglichen Baukonstruktionen – im Sanierungsverlauf bestätigen und welche Zeiträume tatsächlich für die Sanierung benötigt werden.

Für das kommende Jahr 2017 stelle das niedersächsische Finanzministerium zunächst etwa 3,5 Millionen Euro zur Sanierung der Gebäudehüllen von Uhrenturm und Marstallflügel bereit. Ausführungsplanung und Ausschreibungen seien bereits veranlasst, voraussichtlich schon im Frühjahr 2017 werde mit den ersten Bauarbeiten am Herzberger Schloss begonnen. Sukzessive würden dann in den Folgejahren auch die anderen Gebäudeflügel in Angriff genommen.

Für 2018 seien Bauunterhaltungsmittel in Höhe von vier Millionen Euro vorgesehen. Die Überlegungen zur Sanierung des denkmalgeschützten und historisch bedeutsamen Komplexes seien 2005 von der Vorgängerregierung eingestellt worden, was zu einer fortschreitendende Verschlechterung des Zustandes geführt habe, heißt es aus dem Finanzministerium.

„Mit der Beauftragung eines Gesamtkonzeptes zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit und dauerhaften Erhaltung der Bausubstanz hat sich die neue Landesregierung daher bereits 2013 des Schlosses angenommen und sich damit auch zur Sicherung dieses besonderen Kulturgutes bekannt“, so das Ministerium.

Finanzminister Peter-Jürgen Schneider zeigte sich hoch erfreut, dass nach dem Haushaltsbeschluss nunmehr zeitnah mit den dringlichsten Arbeiten zur Sicherung der Bausubstanz am Schloss Herzberg begonnen werden könne und ein Einstieg in die schrittweise Sanierung des Gesamtkomplexes gelungen sei. Dies sei ein weiterer wichtiger Impuls für Südniedersachsen.

Über die Nachricht, dass für die Sanierung des Schlosses Mittel bereitgestellt werden, freut sich auch Andreas Philippi (SPD), stellvertretender Landrat, aus Herzberg. Seit einem Dreivierteljahr stehe er mit dem Ministerpräsidenten zu diesem Thema in intensivem Kontakt und habe stets auf die Situation im Welfenschloss hingewiesen, sagte er. „Möglicherweise hat das Auswirkungen auf die jetzige Entscheidung gehabt.“

Von Natalie Bornemann

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