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Verbindungskommmando Osterode aufgelöst

Bundeswehr-Struktur Verbindungskommmando Osterode aufgelöst

Die Bundeswehr hat die zivil-militärische Zusammenarbeit mit dem Landkreis Göttingen neu strukturiert. In Folge der Kreisfusion ging das vormalige Kreisverbindungskommando Osterode am Harz auf das Kreisverbindungskommando Göttingen über. Das teilte der Landkreis am Montag mit.

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Übergabe-Treffen für das neue Kreisverbindungskommando Göttingen.

Quelle: R

Göttingen. Der Kommandeur des Landeskommandos Niedersachsen, Oberst Bernd Otto Iben, übergab demnach die Leitung an das Kreisverbindungskommando Göttingen im Beisein von Kreisrätin Marlies Dornieden an Oberstleutnant der Reserve Martin Franz. Damit wurde nach gut zehn Jahren das Verbindungskommando Osterode am Harz aufgelöst.

Es war im Herbst 2006 als erstes von inzwischen 50 Kreisverbindungskommandos in Niedersachsen in Dienst gestellt worden. Diese sichern im Flächenland Niedersachsen den Kontakt zu den Landkreisen und kreisfreien Städten, so der Landkreis. Ihre vordringliche Aufgabe ist die Koordination militärischer Hilfseinsätze bei Naturkatastrophen und schweren Unglücksfällen mit zivilen Behörden und Hilfsorganisationen. Sie werden in der Regel mit ortsansässigen Reservisten besetzt und haben eine Stärke von rund zehn Soldaten.

Die Übergabe an das neue Kreisverbindungskommando Göttingen erfolgte bei einer Feierstunde in Osterode am Harz. Oberst Iben betonte laut Mitteilung des Landkreises: „In der neuen Struktur wird die Zusammenarbeit von Landkreis und Bundeswehr in bewährter Weise reibungslos funktionieren – davon bin ich überzeugt. Ich habe großes Vertrauen in meine Männer und Frauen der Kreisverbindungskommandos. Als Schnittstelle zwischen ziviler und militärischer Seite leisten sie tolle Arbeit.“

Kreisrätin Dornieden nutzte die Feierstunde zu einem Dank für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Sie erinnerte an gemeinsame Übungen wie die Stabsübung zur Bewältigung von Waldbränden im Harz als Teil einer Großübungsserie der norddeutschen Bundesländer. „In solchen Situationen sind das fachliche Knowhow und der direkte Kontakt zur Bundeswehr für die Katastrophenschutzbehörden enorm wichtig“, wird Dornieden in der Mitteilung zitiert. Kern der Kooperation sei die Mitarbeit der Bundeswehr im Katastrophenschutzstab des Landkreises. „Mit Oberstleutnant der Reserve Franz haben wir einen kompetenten, erfahrenen Fachberater an unserer Seite“, so Dornieden.

Mehr Einsätze durch extremes Wetter

Der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz gewinne an Bedeutung, führte sie weiter aus. Die wachsende Zahl von Extremwetterereignissen wie Starkregen oder Sturm, Terrorgefahr und mögliche Cyberattacken rückten das Thema wieder stärker ins Bewusstsein, verwies Dornieden auf ein kürzlich veröffentlichtes Positionspapier des Niedersächsischen Landkreistages. Umso mehr begrüße sie, dass die Bundeswehr mit der Übergabe an das neue Kreisverbindungskommando Göttingen für die zivil-militärische Zusammenarbeit leistungsfähige Strukturen schaffe.

Bei der Übergabe waren das komplette Kreisverbindungskommandos Osterode mit dessen kommissarischen Leiter, Oberstleutnant d. R. Ralph Marschner, und seinem Vorgänger, Oberstleutnant d. R. Stefan Pemp, anwesend. Pemp ist seit Juli 2016 Leiter des Bezirksverbindungskommandos bei der Polizeidirektion Göttingen.

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