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Mühlen mahlen mit Wind und Muskelkraft

Mühlentag in Ebergötzen Mühlen mahlen mit Wind und Muskelkraft

Einmal im Jahr ist Mühlentag – und auch in der Region haben wieder Mühlen für Besucher ihre Türen geöffnet. In Eberötzen waren am Pfingstmontag gleich zwei dabei, die Wilhelm-Busch-Mühle und die Bockwindmühle am Brotmuseum.

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Quelle: Heller

Ebergötzen. Wie schwer es ist, mit Muskelkraft aus Getreidekörnern Mehl zu mahlen, erfährt Marla Gehrich direkt am Objekt. Die Schülerin, die mit ihren Eltern aus Kassel nach Ebergötzen gekommen ist, wird auf dem Gelände des Brotmuseums von Museumsmüller Dirk Gantz gleich in die Pflicht genommen – natürlich zum Spaß. „Damit Du auch ein bisschen Arbeit hast“, sagt er. Marla gibt alles und bringt den schweren Handmühlstein ersttaunlich schnell ins Rotieren. Nach wenigen Minuten hat sie ein ordentliches Häufchen Mehl zusammen. „Das reicht für zwei Scheiben Brot“, sagt Gantz. Mit dem Mehl dürfen die Gehrichs auch ein Rezept für ein „panis militaris“, ein römisches Fladenbrot, mit nach Hause nehmen.

Marla hat heute ein besonders glückliches Händchen für Mühlen. Als sie mit den Eltern die historische Bockwindmühle bestaunt, herrscht zunächst noch Flaute. Nicht gerade attraktiv für eine Windmühlen-Besichtigung. Doch Marla gibt den Flügeln einen kräftigen Schubs, und schon drehen sie sich. Ein wenig Wind kommt nun doch noch auf und so zeigt die Mühle, wozu sie einst gebaut wurde. „Da werden sechs Tonnen Gewicht in Bewegung gebracht“, erklärt der Museumsmüller. Die Flügel haben für die Saison extra neue Segel bekommen.

Das Programm für Kinder und Erwachsene rund um die Mühle ist groß. Im Museums-Garten stehen Stände mit vielen verschiedenen Spielen bereit. Im Museum und draußen gibt es weitere Aktionen. Auch die Schüler der Ebergötzer Wilhelm-Busch-Schule sind vertreten. Sie verkaufen Ton-Figuren für einen guten Zweck, am Nachmittag informieren sie über ihr Bienenhotel im Kräutergarten. Max, Julius, Till, Rady, Lena und die anderen Schüler der dritten und vierten Klasse sind gerne dabei. Genau so wie Fynn und Fynnja. Sie sind zwar noch ein paar Jahre jünger, finden den Mühlentag aber trotzdem schon „toll“. Auch die runden Knäckebrote am Band, die mit den Eintrittskarten verteilt und um den Hals gehängt werden, schmecken den Kindern von Manuela Ahlborn.

Führungen beliebt

Nicht weit vom Gelände des Brotmuseums mit der historischen Bockwindmühle entfernt liegt eine weitere Mühle. Auch die Wilhelm-Busch-Mühle öffnete zum Deutschen Mühlentag ihre Türen. Draußen sorgten Livemusik mit „Hentschel & Friends“ und ein Café für Unterhaltung, an einigen Ständen gab es Honig, Naturbürsten und Kunsthandwerk zu kaufen. Die Führungen durch die historische Wassermühle, zu der Zeichner und Dichter Busch eine enge Verbindung hatte, waren besonders beliebt. Vor dem Eingang bildeten sich teils lange Schlangen. Die Wilhelm-Busch-Mühle wurde durch Wasserkraft angetrieben. Das Mühlrad ist ebenfalls zu besichtigen. Im Landkreis Göttingen hatten am Pfingstmontag außerdem die Obermühle in Rosdorf, die Wasserradanlage Bühren und die Rhumemühle in Bilshausen geöffnet.

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