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Am Gaußstein angestoßen

Realgemeinde Holzerode wandern durch ihren Wald Am Gaußstein angestoßen

Forstwissenschaftler Wilhelm Denninger hat den Mitgliedern der Holzeröder Realgemeinde während eines Rundgangs die historische und aktuelle Entwicklung des Waldes sowie die Lokal- und Regionalgeschichte im Grenzbereich zwischen ehemals welfischen, kurmainzischen und hessischen Besitztum erklärt.

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Die Realgemeindegruppe mit Prof. Denninger, 7. v.l. 

Quelle: r

Holzerode. Denninger erläuterte auf der Tour die derzeitige Bewirtschaftung der mit rund 30 Hektar kleinen, aber durchaus zukunftsorientierten Realgemeinde. Hierbei verwies er auf den systematischen Waldumbau von ertragreicheren, aber für Stürme und Klimawandel anfälligen Fichten-Reinbeständen zu ökologisch nachhaltigeren und klimastabileren Mischwäldern. Die Teilnehmer lernten auf der Wanderung viel über die heimische Flora, die auch auf dem Land „in unseren künstlich gestalteten Gärten kaum noch existiert“, wie Ortsheimatpfleger Wolfgang Buss berichtete.

Als Höhepunkt besuchte die Gruppe den historischen Gauß-Stein am Lauseberg, von wo aus der königliche Artillerie-Capitän Wilhelm Müller 1828 als Messgehilfe des bekannten Göttinger Universitätsprofessors Carl Friedrich Gauß (Mathematiker und Astronom) die örtliche Landvermessung des ehemals kurmainzischen Untereichsfeldes vornahm - als neuer Landesteil des Königreichs Hannover.

Mit vielen Anekdoten aus der Geschichte dieses für die Region zwischen Eichsfeld und Leineland immer ‚umkämpften‘ Gebietes am „Lauseberg“, seinen stets wandelnden Erscheinungsbildern zwischen unterhielt Professor Denninger die Mitwanderer ebenso wie mit Geschichten über früher waldzerstörende Holznutzung, Hutewald, Wiederaufforstung und heute ökonomisch ausgerichteter Forstwirtschaft nach PEFC-Standards. Am „Gaußstein“ stieß der Vorsitzende Matthias Linke auf die weitere erfolgreiche Entwicklung der Realgemeinde Holzerode, ehe der Spaziergang an der Waldhütte ihren Abschluss fand.

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