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Jahresabschluss und lange Nacht

Brotmuseum Ebergötzen Jahresabschluss und lange Nacht

18000 Besucher haben 2015 das Brotmuseum in Ebergötzen besucht, was eine Steigerung der Attraktivität des Museumsstandortes und der Region zeige, so Hiltrud Bartus-Deutsch, Betriebsleiterin des Eigenbetriebs Grundstücksverwaltung Brotmuseum. Ab 2019 soll der Eigenbetrieb schwarze Zahlen schreiben.

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Quelle: AIB

Ebergötzen. Die Kombination aus kulturellem Ausstellungsangebot und der benachbarten Gastronomie mit traditioneller Holzofenbäckerei sei Besuchern sehr beliebt, betont Bartus-Deutsch im Lagebericht zum Jahr 2015. Der Abschluss des Jahres steht auf der Tagesordnung des Werksausschusses des Eigenbetriebes „Grundstücksverwaltung Brotmuseum“ sowie der fünften Sitzung des Rates der Gemeinde Ebergötzen am Dienstag, 27. Juni,  ab 17 beziehungsweise 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“, Schulstraße 2 im Ortsteil Holzerode.

Umsatzerlösen von rund 40 005,16 Euro stehen nach Angaben der Gewinn- und Verlustrechnung Abschreibungen von 40 641 Euro gegenüber. Durch die weiteren betrieblichen Erträge sowie Zinsen und Auwendungen bleibt als Ergebnis ein Jahresverlust von 5030,69 Euro. Unter Berücksichtigung des unerwarteten Pächterwechsel und den einhergehenden Ausgaben für die Suche nach einem Nachfolger sei der Jahresfehlbetrag nur 1000 Euro höher als das geplante Jahresergebnis, erklärt Bartus-Deutsch in ihrem Lagebericht.  

Nacht der Museen und Bäckerei

Mit Ausstellungen und Aktionen will das Team des Brotmuseum  auch weiterhin die Besucherzahlen steigern. „Richtig gut“ fanden Josefine aus Seeburg und Marlon aus Niedernjesa ihren Besuch bei der langen Nacht im Europäischen Brotmuseum in Ebergötzen. Das Team vom Museum hatte die Nacht in einer gemeinsamen Aktion mit dem Förderkreis der Wilhelm-Busch-Mühle und dem Holz.Ofen.Café organisiert.

Im Mühlengarten begrüßten Marianne Tillmann, Geschäftsführerin des Förderkreises, und Linus Rudolph, gemeinsam mit seiner Frau Inge ehrenamtlicher Hauptgärtner des Vereins, rund 30 Gäste zu Lesungen und gemütlichem Beisammensein. In dem vor 30 Jahren neu angelegten Bauerngarten standen an diesem Abend vor allem die Themen Garten und Küche im Mittelpunkt der Lesungen. „Das passt gut“, sagt Tillmann, „denn Wilhelm Busch war ein begeistertet Gärtner.“ Er habe viele Gedichte zu dem Thema verfasst. Auch habe er in seinen Briefen sehr viel über das Thema berichtet. „Das ist spannend bei Busch zu lesen“, so die Geschäftsführerin, „weil man diese Bodenhaftung bei solche einem Künstler nicht erwartet.“ So habe Busch über das Wetter und über Ungeziefer- oder Schneckenbefall geschrieben. „Er gab in seinen Briefen auch Tipps, wie Rosen gut behandelt werden.“ Rund um die Laube genossen die Besucher die besondere Stimmung in einem besonderen Garten.

Eine besondere Stimmung herrschte auch rund um das Brotmuseum. Die Besucherzahl für ein solches Event sei allerdings ausbaufähig, sagte Museumsmitarbeiterin Sabine Neumann. „Für das erste Mal war es allerdings in Ordnung“, sagte Feuerbäcker Christian Siebert, der sich mit seinem Holz.Ofen.Café an der Aktion mit Stockbrotbacken und Schaubacken von Holzofenbrot und Kuchen beteiligt hatte. Und die, die an der langen Nacht teilnahmen, hatten ihren Spaß, wie die achtjährigen Schüler Josefine und Marlon. Während Josefine am meisten Spaß am Stockbrotbacken hatte, konnte sich Marlon gar nicht entscheiden, was am meisten Spaß gemacht hatte. „Es war alles super“, sagte er.

Einblicke in Bibliothek und Dachboden

Zunächst ging Sabine Neumann mit den Kindern in den Kräutergarten. Dort durften diese Kräuter suchen, später selbst einen Kräuterquark zubereiten und probieren. Nach dem Stockbrotbacken starteten verschiedene Rallyes durch das Museum, ehe Museumspädagogin Agnieszka Steuerwald eine Taschenlampenführung leitete. Im knappen Licht der Taschenlampen entdeckten selbst regelmäßige Museumsbesucher wie Marlons Eltern neue Dinge. Außerdem gewährte Steuerwald auch Einblicke in die Bibliothek und den Dachboden, wo die nicht ausgestellten Exponate gelagert werden. „In die beiden Räume kommen die Besucher normalerweise nicht hinein“, erklärte Neumann. Zum Abschluss ließ es Müller Dirk Gantz in der Bockwindmühle und der Wassermühle ein wenig spuken. „Es war gar nicht so gruselig“, sagte Josefine hinterher. Marlon gab zu, sich zunächst ein bisschen erschreckt zu haben.  „Doch dann habe ich es gleich durchschaut“, sagte er. Aber es habe trotzdem Spaß gemacht. „Ich würde so eine Nacht gern noch einmal mitmachen“, sagte er – und nicht nur, weil er ausnahmsweise so lange aufbleiben durfte.

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