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Zebrastreifen für Kindergartenkinder gefordert

Bürgerantrag in Ebergötzen Zebrastreifen für Kindergartenkinder gefordert

Susanne Kreuzer fordert einen dauerhaften Fußgängerüberweg über die Herzberger Straße in Höhe des Max-und-Moritz-Kindergartens in Ebergötzen. Ihre Forderung, die von 332 Bürgern mit Unterschriften unterstützt wird, hat sie in einem Bürgerantrag an den Rat der Gemeinde gestellt.

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Eine Kette sichert den Bereich vor dem Kindergarten gegen das an dieser Stelle gefährliche Überqueren der Straße.

Quelle: Rüdiger Franke

Ebergötzen. Ein gelber Zebrastreifen habe vom 22. Juni bis 8. August für ein sicheres Überqueren der Ortsdurchfahrt gesorgt, erklärt die Ebergötzerin. In der Zeit wurde der Verkehr wegen der Erneuerung der Bundesstraße 27 durch den Ort geleitet . „Es hat sich gezeigt, dass der gelbe ­Zebrastreifen, der anlässlich der Baustelle auf der B 27 eingerichtet worden war, in der kurzen Zeitspanne sehr viel zur Beruhigung und Entschärfung an dieser nicht ungefährlichen Straßensituation vor dem Kindergarten beigetragen hat“, schreibt sie in ihrem Antrag. Sowohl von den Autofahrern als auch den Fußgängern sei der Zebrastreifen sehr gut angenommen worden.

Bereits bei diversen vorangegangenen Verkehrsbesichtigungen sei das Anlegen eines dauerhaften Fußgängerüberweges erörtert worden, berichtete Bürgermeister Detlef Jurgeleit (SPD). Aus Sicht der Verkehrsbehörde suggeriere ein Fußgängerüberweg insbesondere jüngeren Verkehrsteilnehmern Sicherheit, die in dem empfundenen Maß nicht gegeben sei, so das Ergebnis. Wegen der Bevorrechtigung des Fußverkehrs würden viele Kinder das eigenverantwortliche Beurteilen der Verkehrssituation vernachlässigen und die Straße queren, ohne auf den Verkehr zu achten. Auch rechne ein Autofahrer, insbesondere wenn der Fußgängerüberweg wenig frequentiert werde, oftmals nicht mit querenden Fußgängern, oder nehme diese zu spät war, berichtete Jurgeleit weiter. Aus diesem Grund würden besondere Anforderungen zu den Querungszahlen eines Fußgängerüberwegs gestellt. Die Richtlinie setze voraus, dass der Fußgängerquerverkehr im Bereich der vorgesehenen Überquerungsstelle hinreichend gebündelt auftrete, was zu belegen sei.

 

Quelle: Rüdiger Franke

Kreuzer versteht die Argumentation der Verkehrsbehörde nicht und beruft sich in ihrem Antrag auf die 1. Grundsätze, Absatz 3, Satz 2 in der Richtlinie von 2001 , die besagen würden, „Fußgängerüberwege (...) empfehlen sich insbesondere, wenn vorrangig Kinder (...) beim Überqueren der Straße geschützt werden müssen“. Mit der Verkehrsbehörde sei nun vereinbart worden, erklärt der Bürgermeister, dass durch die Gemeinde als Straßenbaulastträger an drei Tagen für jeweils drei Stunden der Fußgängerverkehr gezählt werden soll. Diese Verkehrszählung könnten auch autorisierte Privatpersonen vornehmen, da die Gemeinde dies personell nicht leisten könne. Die Ratsmitglieder beschlossen einstimmig, nach der Fußgängerverkehrszählung dem Landkreis zu berichten und darauf hinzuweisen, dass seitens der Gemeinde Ebergötzen der Bürgerantrag positiv begleitet werde.

Jurgeleit erklärte, dass die Gemeinde in anderer Form bereits tätig geworden sei, um die Gefahrensituation zu minimieren. So sorge eine Absperrkette im Einmündungsbereich zur Straße Im Winkel dafür, dass die Herzberger Straße nicht direkt im Kreuzungsbereich überquert werden könne. Verwaltungsvertreterin Hiltrud Bartus-Deutsch ergänzte, dass sie bereits vor Wochen große Dreiecksschilder „Achtung Kinder“ in Auftrag gegeben habe. Das Problem sei, dass diese nur von speziell zertifizierten Firmen hergestellt werden dürften.

Von Rüdiger Franke

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