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Bundesverdienstkreuz für Wolfgang Buss

Radolfshäuser Profile Bundesverdienstkreuz für Wolfgang Buss

Die Fülle der Ämter und Aufgaben, die Prof. Wolfgang Buss übernommen hat, ist beeindruckend. Landrat Bernhard Reuter (SPD) hat den 71-jährigen Holzeröder am Freitag im Namen des Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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W. Buss

Quelle: Niklas Richter

Holzerode. Sportwissenschaftler, Dozent, Ortsheimatpfleger, Kommunalpolitiker, Vereinsfunktionär, Publizist. Das berufliche und ehrenamtliche Wirken Busses hat eine breite Basis. Den Sport hat der langjährige Vorsitzende des Kreissportbundes (KSB) Göttingen und Mitbegründer der Bezirksgruppe der Deutschen Olympischen Gesellschaft nie isoliert, sondern immer im gesellschaftlichen und politischen Kontext betrachtet. Das gilt für seine Forschungsarbeiten ebenso wie für sein Engagement im Alltag. „Vor allem die soziale Komponente des Sports war immer wichtig für mich“, sagt Buss, der den KSB als „größte kulturelle Vereinigung des Landkreises“ bezeichnet. Unter seinem Vorsitz stieg die Zahl der Mitgliedsvereine von 216 auf 254 mit 61 200 Vereinsmitgliedern.

Reuter würdigte Buss als „Motivator, Initiator und Reformer“ Statt vom Ehrenamt spricht Buss lieber von „freiwilliger Tätigkeit mit dem Ziel gesellschaftlichen Nutzens“, die auch persönlich von Nutzen für ihn gewesen sei. Seine Auszeichnung sieht der Teamplayer als „Ergebnis gemeinsamer Bemühungen“. Seinen Einsatz für Chancengleichheit, seine hohe Empathie für Flüchtlinge und sein politisch-gesellschaftliches Engagement erklärt Buss auch mit seiner Sozialisation. Seine Großeltern waren Landarbeiter, als Kind einer Flüchtlingsfamilie ist er in dörflicher Abgeschiedenheit und Bildungsferne in bescheidenen Verhältnissen großgeworden, geprägt vom sozialdemokratischen Milieu und seinem Großvater Gustav Bohlmann. Für larmoyantes Klagen über die Last von Ämtern hat Buss, der in diversen Vereinen in seiner Heimatgemeinde aktiv ist, wenig Verständnis. Nur einmal habe er vorzeitig aufgegeben: Als „roter Buss“ sei er aus seiner Trainerrolle beim TSV Seulingen herausgedrängt worden. Jetzt will der zweifache Großvater seine Familiengeschichte zu Papier zu bringen. Einen Titel hat er schon: „Go West“. ku

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Von Redakteur Kuno Mahnkopf

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