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Umzug im abgeschnittenen Dorf

Kirmes in Holzerode Umzug im abgeschnittenen Dorf

Mit einem Umzug durch den Ort erlebte die Kirmes in Holzerode einen ihrer Höhepunkte. „Die Sperrungen kamen zu kurzfristig“, sagte Ebergötzens Bürgermeister Detlef Jurgeleit (SPD) beim Umzug im Ortsteil Holzerode. „Sonst hätten wir einen Wagen unter dem Motto ‚Das abgeschnittene Dorf‘ gestaltet.“

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Unter der musikalischen Begleitung des Gieboldehäuser Spielmannszuges marschierten die Kirmeskönige durchs Dorf.

Quelle: CH

Holzerode. Nur kurz ließ sich die Sonne vor dem Start des Umzugs im Steinacker blicken. Doch auch der dann einsetzende Nieselregen tat der Stimmung keinen Abbruch. Ein Regen ganz anderer Art sorgte vor allem bei den Kindern, von denen einige passend zum Motto „Olympia Holzerode“ als Fußballer, Handballer oder Kampfsportler unterwegs waren, für besonderes Vergnügen: die fliegenden Süßigkeiten, die es zu fangen oder aufzusammeln galt.

Unter der musikalischen Begleitung des Gieboldehäuser Spielmannszuges marschierten die Kirmeskönige durchs Dorf - im Gefolge zwei Trecker mit geschmückten Anhängern sowie das „Fußvolk“ und einige Pferde. Auf dem ersten Wagen hatte es sich die Jugend des Dorfes auf Sofas gemütlich gemacht. Der zweite Hänger war der Schlafwagen des Umzuges. „Wir sind ein paar Freunde, die sich jedes Jahr etwas für den Umzug ausdenken“, erklärte Janina Bertram die Verkleidungen mit Nachthemden und Schlafhauben. „Der Umzug darf nicht einschlafen, sonst haben wir irgendwann mal keine Kirmes mehr im Ort.“

Die Leute zu mobilisieren ist auch ein Anliegen der Bauchtanzgruppe „Dandrakeschi“, insgesamt zehn Frauen, die sich seit zwölf Jahren treffen, „weil Tanzen Spaß macht“. Sie forderten mit einem Plakat an ihrem Handwagen „Bauchtanz für Olympia“ und nahmen für den Umzug das Olympische Motto an. „Hauptsache dabei sein und Spaß haben“, sagte Ilsemarie Dankenbrink. „Es ist wichtig, dass die Leute an so einem Tag aus ihrem Haus kommen.“

Organisiert wird die Holzeröder Kirmes von der Laisenspielgruppe, dem Sportverein und dem Schützenverein. Einen Umzug gibt es nicht in jedem Jahr.

Holzerodes Königshaus

Königsschießen. Ein traditioneller Teil der Kirmes in Holzerode ist das Ausschießen der Kirmeskönige. In diesem Jahr beteiligten sich 68 Einwohner an dem Wettbewerb. Am Ende hat Holzerode ein eigenes Königshaus, denn das Ehepaar Gudrun und Klaus Neumann sicherte sich die Kronen bei den Damen und Herren. Bei den Junggesellen gewann Daniel Götemann. Und mit Maurits Christiansen wurde ein Neubürger Jugendkönig. „Uns ist wichtig, dass auch Leute teilnehmen, die nicht dem Schützenverein angehören“, erklärt Ilsemarie Dankenbrink.

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