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Ein Stück Kindheit wird versteigert

Spielplatz-Hubschrauber aus Waake Ein Stück Kindheit wird versteigert

Ein Stück kollektiver Dorfkindheit kommt unter den Hammer. Der 50 Jahre alte Kletterhubschrauber auf dem gemeindeeigenen Spielplatz neben der Regenbogenschule Waake soll gegen Höchstgebot verkauft werden.

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Der 50 Jahre alte Kletterhubschrauber auf dem Spielplatz neben der Regenbogenschule Waake soll verkauft werden.

Quelle: NR

Waake. Der Helikopter, Baujahr 1966, ist das letzte Spielgerät, das dort noch steht. Alle anderen Altlasten sind bereits demontiert. Im Sommer sollen neue Spielgeräte aufgebaut werden, am 26. August wird das 50-jährige Bestehen der Grundschule gefeiert. Bereits seit zwei Jahren engagiert sich der Vorsitzende des Schulfödervereins, der vierfache Vater Michael Thäsler, für das Spielplatzprojekt, wirbt Spenden ein und stimmt alle Schritte mit der Samtgemeinde Radolfshausen ab. Als neue Geräte geplant sind Kletterpyramide, Wackelbalken, Standwippe und Kletterwand. Auch eine Wellenrutsche, die die Gemeinde Landolfshausen nach einer Spielplatzaufhebung gestiftet hat, soll neben der Schule aufgebaut werden.

Die Schüler der Regenbogenschule sind seit Jahrzehnten Hauptnutzer des Spielplatzes, deshalb sieht sich die Samtgemeinde als Schulträger in der Pflicht. Zur Mischfinanzierung, dessen Höhe Thäsler mit rund 20.000 Euro angibt, steuert allein die Samtgemeinde 10.000 Euro bei, private Spender, Sponsoren und die Gemeinde Waake die Restsumme. „Die Kinder nutzen den Spielplatz in den Pausen und bei der Nachmittagsbetreung“, bestätigt Antje Gallenkämper, die die Schule seit knapp einem Jahr leitet: „Alle älteren Einwohner aus Waake und Nachbarorten, die ich kenne, sind als Kind auf dem Hubschrauber herumgeklettert.“ Auch Samtgemeinde-Bürgermeister Arne Behre (SPD) erinnert sich an erste spielerische Höhenflüge auf der einem Helikopter nachempfundenen Kletterkonstruktion.: „Das ist ein Unikat. In dem Hubschrauber haben wir als Kinder alle schon gesessen.“

Das gilt auch für Fachbereichsleiter Hendrik Seebode, der sich schnell mit Thäsler einig war, dass der Hubschrauber zu schade zum Verschrotten ist. In den vergangenen Jahrzehnten habe es nie einen Unfall gegeben, sagt Behre. Das Gerät entspreche aber nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen. Die setzen auch Thäsler zu, der noch weitere Sponsoren sucht: „Wir mussten bei den neuen Geräten Abstriche machen, da allein der Fallschutz bis zu 10.000 Euro kosten wird.“ Dagegen sind die 50 Euro, die ein Interessent aus Falkenhagen für den Hubschrauber geboten hat, nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Weitere Gebote für das nostalgische Spielgerät nimmt Thäsler unter Telefon 0 55 07/99 98 87 entgegen. ku

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