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Brotigel und Teigeulen

Eltern-Kind-Backaktion in Radolfshausen Brotigel und Teigeulen

Eine Eltern-Kind-Backaktion hat das Familienzentrum Radolfshausen im Europäischen Brotmuseum Ebergötzen organisiert. Museumsmitarbeiterin Agnieszka Steuerwald begrüßte die jungen Teilnehmer mit ihren Eltern an der Tür der Backstube.

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Igel, Eulen, Blumen und sogar ein Ufo landeten auf den Backblechen.

Quelle: Franke

Ebergötzen. „Backe backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen ...“ Das beliebte Kinderlied war die Eintrittskarte in die Backstube. Steuerwald hatte vom Feuerbäcker gelieferten Teig schon in gleich große Stücke geteilt. Doch bevor Kinder und Eltern ihre Brote formen durften, erfuhren sie, wie aus dem Korn am Ende ein Brot entsteht, demonstrierte sogar, wie früher mit Mahlsteinen Korn zu Mehl verarbeitet wurde.

Kindgerecht erklärte sie auch wie der Teig auseinandergeht. „Dabei helfen Bakterien“, sagte Steuerwald und lieferte auch gleich die Antwort, wie sie dafür sorgen, dass der Teig aufgeht.„Sie pupsen“, umschrieb sie die Gasbildung während des Gärprozesses. Und damit die Kinder nicht den Geschmack am Brot verlieren, schob sie hinterher: „Keine Angst, dass sind wohlschmeckende Pupse.“

Nach einem kurzen Abstecher durch 10 000 Jahre Brotgeschichte ging es an die Praxis. „Wir wollen heute aber keine normalen Brote backen“, so Steuerwald. „Das ist langweilig.“ Und so zeigte sie, wie die Kinder aus den Teigkugeln Brezeln, Zöpfe, Herzen, Schildkröten oder auch Katzen formen können. Und die ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Igel, Eulen, Blumen und sogar ein Ufo landeten auf den Backblechen, die zunächst in die Gärkammer und dann in den vorgeheizten Ofen geschoben wurden.

Während die Brote im Ofen knusprig wurden, erkundeten die Teilnehmer das Gelände mit der Mühle, dem Apothekengarten und den Öfen aus der Stein- und Römerzeit. Nach etwa einer Stunde konnte die Neugier gestillt werden. Der Blick in den Ofen zeigte den jungen Nachwuchsbäckern, dass ihre Brote fertig waren. Gespannt beobachteten sie, wie Agnieszka Steuerwald sie aus dem Ofen holte. Und manche konnten es gar nicht erwarten, die noch warmen Brote gleich vor Ort zu probieren.

„Wir wollen alternative Freizeitangebote schaffen“, erklärt Radolfshausens Jugendreferent Stefan Bayerl die Intention des Familienzentrums. Am Ende waren nicht nur die Kinder begeistert, auch die Eltern hatten ihren Spaß und nebenbei auch noch einiges gelernt. „Solche Aktionen helfen dabei, die Gemeinschaft zu fördern“, ist sich auch der Ebergötzer Jürgen Schweizer sicher.

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