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Mit Muskelkraft Strom erzeugen

Energierad beim Zeltlager der Jugendfeuerwehren Mit Muskelkraft Strom erzeugen

 437 Jugendliche aus dem Landkreis sowie aus Elze, Altwarmbüchen und Wülfingen sind derzeit für zehn Tage beim 55. Zeltkreislager im Feuerwehrzentrum Potzwenden. Nachdem vor zwei Jahren der Verbandsvorsitzende Karl-Heinz Niesen beim Landeszeltlager ein Energierad gesehen hat, fand er dies auch für Potzwenden eine gute Idee.

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Finn Busche aus Elze bringt die Glühbirne zum Leuchten und lädt gelichzeitig das Smartphone von Christel Wemheuer. Lagerleiter Heinz-Uwe Koch beobachtet das Ganze.

Quelle: ve

Potzwenden. "Es soll damit gezeigt werden, dass Strom eben nicht einfach aus der Steckdose kommt, sondern auch durch Muskelkraft erzeugt werden kann", erklärte Niesen. Die erste Kreisrätin Christel Wemheuer (Bündnis 90/Die Grünen) ergänzte, dass der Landkreis das Ziel habe bis 2040 energieautark zu sein. Dadurch könnten dann auch Energieträger, die die Umwelt belasten, reduziert werden.

Das Fahrrad ist mit zwei Zwölf-VoltSteckdosen ausgestattet, und es können verschiedene Elektrogeräte angehängt werden. Um zum Beispiel eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen, muss nicht unbedingt schnell, sondern gleichmäßig in die Pedale getreten werden. Wie schnell gefahren werden muss, hängt auch davon ab, wie viele Geräte und vor allem was für welche sich am Fahrrad befinden. "Das Rad ist mit einem Widerstand ausgestattet. Und wenn zum Beispiel ein Wasserkocher genutzt werden soll, ist deutlich mehr Muskelkraft erforderlich, als wenn ein Smartphone geladen werden soll", berichte Kristina Schneider, Klimaschutzmanagerin des Landkreis Göttingen.

Aus Sicht von Wemheuer passe das Rad gut ins Zeltlager, da es sich um eine Einrichtung des Landkreises handelt. "Wir wollen das Energierad aber auch gern anderen Gruppen zur Verfügung stellen", sagte Wemheuer. Denn die Aktion in Potzwenden sei nur der Auftakt gewesen. Nach den Sommerferien sollen auch die Schulen im Landkreis angeschrieben werden, ob sie Interesse haben, mit dem Rad etwas zum Thema Energie zu veranstalten. "Außerdem könnte ich mir auch vorstellen, dass wir es beim Stadtradeln einsetzten", sagte Wemheuer. Aber nicht nur in Schulen, sondern auch bei größeren Veranstaltungen von Vereinen könne es zum Einsatz kommen. Es müsse lediglich der Transport und die Betreuung vor Ort geregelt werden. Wer möchte kann während er strampelt auch über einen MP3-Player Musik gehören, denn dieser gehört auch zu den Geräten, die mit dem Fahrrad betrieben werden können.

Lagerleiter Heinz-Uwe Koch sagte, dass das Energierad im Zeltlager eine gute Idee sei, denn oftmals gebe es nicht genügend Steckdosen, um alle Smartphones aufzuladen. Die Jugendfeuerwehren sind noch bis Sonntag, 2. Juli, im Zeltlager. Neben den Spieleangeboten stehen noch der Lagerabend am Freitag und eine Tagesorientierung auf dem Programm. ve

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