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Auffahrt dient als Abfahrt

Erneuerung der B 27 Auffahrt dient als Abfahrt

„Wir sind gut im Zeitplan“, sagt Michael Much, Bauleiter der Ingenieurberatung Gries, zum Stand der Erneuerung der Bundesstraße 27 bei Ebergötzen. Am Montag, 3. Juli, soll die Verlegung der Verkehrsführung auf die andere Straßenseite erfolgen. Dabei werde die Auffahrt von der B 446 zur Abfahrt.

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Ebergötzen. Die Arbeiter hätten  am Dienstag beginnen können, die zukünftige Fahrspur in Richtung Göttingen zu markieren, erzählt Much. Am Montag habe der Regen den geplanten Start dieser Arbeiten noch verhindert. Mit ihrer Maschine spritzen  die Arbeiter die Linien mit Kaltplastik auf. Hinterher würden sie noch mit reflektierenden Perlen bestreut, um die Sichtbarkeit nachts und bei Regen zu erhöhen. „Im Gegensatz zu früher werden aber keine durchgehenden Streifen mehr gezogen“, erläutert Much. Vielmehr würden sich die Linien aus zahlreichen Punkten zusammensetzen. Diese hätten den Vorteil, dass Wasser besser ablaufen könne. Dadurch lasse sich die Gefahr eines Wasserfilms, wie er sich an den durchgezogenen Linien gebildet habe, verringern.

Dehnungsfuge einsetzen

Zurzeit müssten die Markierer nach Angaben des Bauleiters noch in den Lücken arbeiten, die ihnen die anderen Gewerke bieten. Von Richtung Gieboldehausen her sei begonnen worden, die neuen Schutzplanken anzubauen. Am ersten Brückenbauwerk der Baustelle aus Richtung Waake kommend würde mit einer Dehnungsfuge der Anschluss zur Straße hergestellt. Das geschehe, wie Much erläutert, nach dem Thorma-Joint-Prinzip. Dies sei ein wasserdichter und elastischer Fahrbahnübergang aus Asphalt, der die Bewegungen aufnehme, die durch die Beanspruchung an Bauwerken wie Brücken entstehen.

Die Arbeiten der zukünftigen Fahrspuren in Richtung Göttingen werden, wie der Bauleiter erklärt, in dieser Woche fertig. Am Montag, 3. Juli, würden die Arbeiter beginnen, die Verkehrsführung in Richtung Braunlage auf diese neue Fahrbahn umzuleiten. „Dazu müssen wir, mit Barken abgetrennt, auch die Rettungsspur in Richtung Göttingen umsetzen“, so Much. Mit vorübergehend aufgeklebten gelben Markierungen und Barken würden die Autofahrer auf die neue Fahrbahn hingewiesen. Wegen der Verlegung auf die in Fahrtrichtung Braunlage linke Seite, würde die zeitgleich fertig gestellte Auffahrt von der B 446 für die Dauer der Arbeiten zur Abfahrt umfunktioniert. „Der Verkehr wird also nach links von der B 27 heruntergeleitet“, erklärt Much. Im Gegensatz dazu würde der in Richtung Braunlage auffahrende Verkehr bei Landolfshausen und Ebergötzen über die regulären Auffahrten geleitet und müsse die Baustelle queren.

Zebrastreifen in der Ortsdurchfahrt

Mit dem Fertigstellen der zeitlich begrenzten Abfahrt bei Eber­götzen würde die derzeit noch aufgestellte mobile Ampelanlage ihre Berechtigung verlieren, so Much. Dadurch würden auch die Intervalle im Verkehrsfluss auf der Ortsdurchfahrt Ebergötzen wegfallen, welche durch die Rotphasen der Ampel entstanden seien. Dadurch erhöhe sich die Bedeutung des Zebrastreifens, welcher für die Restdauer der Bauarbeiten auf Höhe des Kindergartens eingerichtet wurde. „Wenn wir nicht bis zum Ende der Schulferien fertig werden, wird ein weiterer vorübergehender Zebrastreifen in Höhe der Grundschule auf die Straße geklebt, um auch den Schülern die Möglichkeit zur gefahrlosen Straßenüberquerung zu geben“, erklärt der Bauleiter. Ebergötzens Bürgermeister Detlef Jurgeleit (SPD)  begrüßte die Maßnahmen, denn die Bauarbeiten könnten „nicht zu Lasten der Kinder gehen“. Es sei nicht hinnehmbar, „dass sie solch einem Gefährdungspotenzial ausgesetzt sind“.

Much weist auch noch einmal darauf hin, die ausgeschilderte Umleitung zu nutzen. Zahlreiche Autofahrer würden immer noch versuchen, über nicht zugelassene Wege zu fahren. So würden auch immer wieder Autofahrer beobachtet, die am Krebecker Kreuz in der verkehrten Richtung in die ausgeschilderte Einbahnstraße fahren würden. Das sei äußerst gefährlich, weil die Autofahrer in Richtung Braunlage nicht mit so einem Verhalten rechnen könnten und direkt am Ende der Baustelle zu Überholmanövern ansetzen. Die Polizei würde aber vermehrt an den entsprechenden Punkten kontrollieren.

Das Ende der Bauarbeiten sei für den 11. August geplant, sagt Much. „Momentan haben wir fünf Tage Vorsprung herausgearbeitet“, hofft er, dass es sogar ein früheres Ende geben könnte. „Allerdings kann man das leider nicht hochrechnen.“ So könnten das Wetter oder Probleme im Asphaltwerk unerwartete Verzögerungen mit sich bringen. Auch seien manche Schäden erst zu entdecken, wenn die Asphaltschicht heruntergenommen sei. An einer Stelle würde das Team bereits zum jetzigen Zeitpunkt Hohlräume unter dem Asphalt erwarten. Die eingeschobene Gosse an der Brücke kurz vor Ende der Baustelle in Richtung Gieboldehausen würde darauf hindeuten. „Deshalb können wir kein früheres Ende der Bauzeit versprechen, aber wir arbeiten daran, so schnell wie möglich fertig zu werden.“

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