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Erzählcafé in Waake beschäftigte sich mit historischen Alltagsgegenständen

Kramen im Erinnerungskoffer Erzählcafé in Waake beschäftigte sich mit historischen Alltagsgegenständen

Mit einem Affen und anderen exotischen Ausstellungsstücken hat sich am Dienstagnachmittag das Erzählcafé in Waake beschäftigt. Mehr als 40 Interessierte kramten hierzu in „Erinnerungskoffern“ nach Gegenständen ihrer Kindheit.

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Waake. Willi Hartmann, Organisator des Landwirtschaftsmuseums Waake, führte die Café-Besucher auf eine Zeitreise und hielt ihnen unter anderem einen Affen in die Höhe.

Mit Fell bestickt, wurden diese typischen Ledertornister bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg als solche bezeichnet. Auch alte Kaffeemühlen oder selbstbestickte Geschirrtücher konnten Susanne Goldmann und Sabine Tolle den Anwesenden zeigen. Bereits ins vierte Jahr geht das von vier Waakerinnen initiierte Erzählcafé.

„Wir bemühen uns, immer ein lockeres Thema mit einem nachdenklichen abzuwechseln“, erklärte Tolle. Diskutierten sie im September um „Kraut und Rüben“, stand am Dienstag die Erinnerung im Vordergrund, so steht Ende November vielsagend „Der letzte Weg“ auf dem Programm. Dann begleitet von Pastorin Wiebke Vielhauer. „Uh, wie traurig“, schallte es von hinten. „Nein, nein, keine Angst“, entgegnete rasch Goldmann.

Von 40 bis weit über 90 Jahre waren die Gäste, die meisten um die 70 Jahre. Erinnerungen blieben jedoch nie gleich, führte Goldmann aus. Für jede Generation spielten andere Dinge eine Rolle: „In Erinnerung bleibt, was uns emotional berührt.“ Und die Anwesenden berührte eine Menge, schienen oft mit ihrer eigenen Kindheit und Jugend konfrontiert, unterhielten sich aufgeregt – parallel zu den Vorträgen – über Handarbeits- und Haushaltsmaterialien, Stickmuster und alte Rezepte.

Zeigten Goldmann oder Tolle einen Gegenstand, so entgegnete ihnen oft ein Chor voller „Ja“ oder „Oh“ und zustimmend nickender Köpfe. Die Organisatoren des Erzählcafés hatten mit ihrer Themenwahl offenbar wieder einmal richtig gelegen. Das nächste Waaker Erzählcafé findet am 24. November statt.

Von Gunnar Müller

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