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Familienzentrum soll Eltern stärken

Samtgemeinde Radolfshausen Familienzentrum soll Eltern stärken

Der Startschuss für das Familienzentrum der Samtgemeinde Radolfshausen fällt am 1. Juli, konkrete Angebote wird es aber erst nach den Ferien geben. In einer Auftaktveranstaltung am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus Ebergötzen ist das Projekt vorgestellt worden.

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Über ihre Erfahrungen berichtete Evelin Thiede, Leiterin des Familienzentrums Gieboldehausen.

Quelle: Niklas Richter

Ebergötzen. „Bei uns müsste es eigentliche Familie im Zentrum statt Familienzentrum heißen“, sagte Bürgermeister Arne Behre (SPD) und spielte damit auf die dezentrale Ausrichtung in der Samtgemeinde an. In Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte Untereichsfeld, der Caritas und weiteren Partnern sollen in den Orten Elterncafés zu Abholzeiten in Kindergärten und Schulen, Kurse zur Frühförderung, Vorträge und Beratungen angeboten werden, ein „Willkommensordner“ Eltern von Neugeborenen über Hilfestellungen und Hilfsangebote informieren.

Modellprojekt zieht Kreise

Hilfestelllung für Familien: Das Modellprojekt Familienzentren des Landessozialministeriums wird seit 2012 vom Landkreis Göttingen gefördert und koordiniert. Das Interesse ist groß, inzwischen existieren acht Familienzentren im Kreis.

Anders als in Duderstadt und Gieboldehausen wird das neue Familienzentrum für die Samtgemeinde Radolfshausen nicht räumlich an eine Kindertagesstätte oder andere Einrichtung angebunden. Stattdessen sind punktuelle Angebote in allen Orten geplant. Familien sollen wohnortnah begleitet und entlastet werden durch Beratungen, Elterncafés und Kurse. Die Themen reichen von Erziehung über Gesundheit bis zu Scheidungs- und Schuldenproblemen. ku

Von einer Erfolgsgeschichte sprach Evelin Thiede, die das an die beiden Kindertagesstätten in Gieboldehausen angebundene Familenzentrum leitet. Mit dem offenen Forum würden auch Eltern erreicht, die „wir sonst nicht erreichen.“ Die Gesellschaft „verinsele“, der Austausch zwischen den Generationen fehle, Alltagswissen gehe verloren, die Erziehungsunsicherheit nehme zu. In der „rush-hour“ des Lebens fehle Eltern oftmals die Zeit für Festlegungen. Hier setze das Familienzentrum mit niedrigschwelligen Einzelangeboten an. Mehrfach war bei der Auftaktveranstaltung die Rede davon, zu handeln, bevor das Kind in den Brunnen gefallen sei. Jugendamtsleiterin Angela Schmiel-Richter verdeutlichte ebenso wie Birgit Kepke-Hartwig (Familienzentren-Koordinatorin beim Landkreis) die Abkehr vom Interventions- zum Präventionsgedanken.

Projektbeauftragter für die Samtgemeinde ist Jugendreferent Stefan Bayerl. Bei Treffen mit Kita- und Schulleitungen, Kirchen- und Vereinsvorständen habe es viele positive Rückmeldungen gegeben, sagte Bayerl. Das Familienzentrum solle Begegnung, Austausch, Beratung und Bildung ermöglichen. Die Bandbreite der Möglichkeiten zwischen Babymassage und Pubertätskrise zeigen die Angebote vorhandener Zentren. Dazu gehören Väterfrühstück, Müttertreff, Krabbelgruppe, Vorträge, Ausflüge, Tauschbörse, Näh- und Kochkurse.

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