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Gemeinderat Ebergötzen verabschiedet Resolution zur Schließung der Volksbank-Filiale

Einschnitt in die vorhandene Infrastruktur Gemeinderat Ebergötzen verabschiedet Resolution zur Schließung der Volksbank-Filiale

Der Rat der Gemeinde Ebergötzen hat eine Resolution an die Volksbank Mitte verabschiedet. „Die Ankündigung der Filialschließung hat in der Gemeinde für Unruhe gesorgt“, erklärt Bürgermeister Detlef Jurgeleit (SPD) den Hintergrund des Schreibens.

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Quelle: rf

Ebergötzen. Aufsichtsrat und Vorstand des Finanzinstitutes hatten am 5. Oktober bekannt gegeben, im zweiten und dritten Quartal des kommenden Jahres 15 von 35 Filialen zu schließen, darunter die in Ebergötzen. Viele Kunden des Instituts seien mit der Bitte an den Gemeinderat herangetreten, noch einmal zu hinterfragen, ob diese Schließung tatsächlich erfolgen müsse. „Auch für uns als Oberzentrum der Samtgemeinde Radolfshausen – mit steigender Einwohnerzahl durch Ausweisung neuer Baugebiete – wäre die Schließung ein gravierender Einschnitt in die vorhandene Infrastruktur“, zitiert der Bürgermeister aus dem Schreiben.

Die Aussage des Vorstandes,  parallel zur Filialschließung das Onlineangebot weiter auszubauen, um so den Näheverlust auszugleichen, werde gerade von vielen älteren Kunden mit Besorgnis betrachtet, heißt es weiter. Für den steigenden Anteil der „Älteren“ in der Bevölkerung sei der persönliche Ansprechpartner nicht nur der „Bankangestellte“ sondern auch eine Vertrauensperson.

In dem Schreiben fragt der Ortsrat weiter, ob die in den kommenden Jahren um ein Viertel sinkenden Zinsen, die 75 Prozent der Einnahmen des Institutes ausmachen, es rechtfertigen, die entstehenden Gewinndefizite eins zu eins durch Filialschließungen an die Kunden weiterzugeben? Denn dadurch würden einmal mehr die Älteren und nicht so mobilen Bewohner der Gemeinde „auf der Strecke bleiben“.

Der Gemeinderat bittet daher, „doch einmal auszuloten, ob die Schließung unserer Filiale  wirklich die einzige Alternative ist“. Eine mögliche Lösung hatte die Volksbank parallel zu ihrer Schließungsankündigung gleich mitgeliefert. So habe das Unternehmen im Fuhrbacher Dorfladen ein Terminal installiert, an dem die Kunden Geld abbuchen können, welches dann im Dorfladen ausgezahlt wird.

In Orten, in denen die Filiale geschlossen werde, wolle das Institut mit seinen Vertretern und eventuell den Bürgermeistern nach Möglichkeiten suchen, ein solches Terminal mit einem entsprechenden Partner vor Ort zu installieren. Darüber hinaus ließe sich auch ein Beratungstermin zu Hause vereinbaren.

rf

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