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Historische Bescherung für Seeburger

Gleitze übergibt Original-Wappenentwurf Historische Bescherung für Seeburger

Jahrzehntelang hing das von Kunstmaler Fritz Reimann gezeichnete und kolorierte Original im Wohnzimmer von Matthias Gleitze. Am Freitag hat der gleichnamige Sohn des ehemaligen Duderstädter Oberkreisdirektors „die Mutter aller Seeburger Wappen“ Ortsheimatpflegerin Marianne Burgstaller übergeben.

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Matthias Gleitze, Marianne Burgstaller und Günter Goldmann.

Quelle: NR

Seeburg. Damit ist Seeburg laut Gleitze wahrscheinlich das einzige Dorf im Altkreis, das über das Original seines Wappens verfügt. Ob ein zweiter Original-Entwurf des Wappens im Staatsarchiv schlummert oder verlorengegangen ist, ist dem 69-Jährigen, der eine Professur für Germanistik in Auschwitz in Polen bekleidet, nicht bekannt. Sein Vater hat 1950 alle Dörfer im damaligen Landkreis Duderstadt, die noch kein Wappen hatten, zur Identitätsstiftung mit Wappen versehen. Auch die Spitznamen einiger Dörfler fanden dabei Berücksichtigung - in Seeburg glücklicherweise nicht: Als die „Grenschieter“ (Grätenscheißer) 1973 mit den Bernshäuser „Grenfretern“ (Grätenfresser) eine Gemeinde bildeten, verschmolz im Gemeindewappen die Burg der Sagengestalt Graf Isang mit den drei Rosen Bernshausens. Reimanns handgezeichneter Entwurf zeigte über Burg und Wellen hinaus auch noch den fliehenden Graf Isang und weiteres heraldisches Beiwerk.

Als weiteres Geschenk überreichte Gleitze am Freitag ein von ihm frisch zusammengestelltes Buch über seinen Großvater, den Seeburger Heimatdichter Franz Gleitze. Das Musterexemplar in jagdgrünem Einband („Franz kannte man nur im grünen Försteranzug“) mit historischen Fotomotiven aus Seeburg, der Familiengeschichte und ausgewählten Gedichten soll ebenso wie der Wappenentwurf einen Platz im Archiv der Gemeinde bekommen und zu besonderen Anlässen gezeigt werden.ku

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